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Demonstrantinnen fordern in Kabul internationale Hilfe. (Archivbild vom 26.10.2021) Foto: James Edgar/AFP
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„Erhöhtes Maß an Verfolgung und Aggression“ Großbritannien nimmt etwa 30 Afghanen der LGBTQ-Bewegung auf

Die LGBTQ-Community gehört zu den gefährdetsten Gruppen in Afghanistan. Großbritannien hilft und will zukünftig noch mehr Menschen aufnehmen.

Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat Großbritannien erstmals etwa 30 Afghanen wegen ihrer Zugehörigkeit zur LGBTQ-Gemeinschaft aufgenommen. Sie gehörten unter dem Regime der Islamisten zu den "am meisten gefährdeten Menschen in Afghanistan", erklärte das britische Außenministerium am Samstag. "Viele von ihnen sehen sich einem erhöhten Maß an Verfolgung, Diskriminierung und Aggression ausgesetzt."

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Die Gruppe von 29 Afghanen, darunter Studenten und Aktivisten, die sich wiederholt für die Rechte von LGBTQ-Menschen eingesetzt haben, kam am Freitag in Großbritannien an, um "ein neues Leben zu beginnen". Die Regierung kündigte an, dass in den kommenden Monaten wohl noch weitere Menschen der LGBTQ-Gemeinschaft nach Großbritannien kommen würden.

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Die Taliban waren im August rund 20 Jahre nach dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan wieder an die Macht gekommen. Obwohl die Islamisten zugesagt haben, die Rechte von Minderheiten und Frauen zu achten, mehren sich Berichte über Menschenrechtsverstöße. (AFP)

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