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Finnische Flagge in Helsinki. Foto: REUTERS/Ints Kalnins/File Photo
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Entscheidung nach Nato-Annäherung Russische Energiefirma stoppt Lieferungen nach Finnland

Hintergrund ist demnach angeblich eine ausgebliebene Zahlung. Der Stopp geschieht inmitten der Spannungen wegen eines möglichen finnischen Nato-Beitritts.

Ein russisches Unternehmen, das Strom nach Finnland importiert, hat kurzfristig einen Lieferstopp angekündigt. Wie das in Helsinki ansässige Unternehmen Rao Nordic am Freitag mitteilte, kann von Samstag an kein Strom mehr aus Russland in das skandinavische Land fließen.

Hintergrund ist demnach angeblich eine ausgebliebene Zahlung. Für im Mai verkaufte Strommengen sei noch kein Geld eingegangen, erklärte das Unternehmen. „Wir sind daher gezwungen, den Stromimport vom 14. Mai an einzustellen“, hieß es in der Mitteilung.

Rao Nordic ist nach eigenen Angaben einer der führenden Importeure russischer Elektrizität in die nordischen Länder und gehört zu Inter Rao, Russlands größtem Energiekonzern im Import-Export-Geschäft.

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Der Lieferstopp kommt beinahe zeitgleich mit einer erwarteten Entscheidung der Sozialdemokraten in Finnland über einen möglichen Nato-Beitritt des Landes. Die Partei von Ministerpräsidentin Sanna Marin will am Samstag über ihre Haltung zu einem Beitragsantrag für die Militärallianz entscheiden.

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Marin und der finnische Präsident Sauli Niinistö haben sich bereits ausdrücklich für den Beitritt ausgesprochen. Sollte sich die Partei dieser Meinung anschließen, würde sich eine breite Mehrheit im finnischen Parlament für den Beitritt abzeichnen.

Finnland als wichtiger Exportmarkt

Moskau hatte bereits angekündigt, auf einen möglichen Nato-Beitritt Finnlands „entsprechend zu antworten“. Es gab daher bereits Spekulationen über einen Energie-Lieferstopp. Ob es einen Zusammenhang gibt, war aber zunächst nicht klar.

Für Inter Rao ist Finnland der wichtigste Exportmarkt. 2021 wurden demnach 8,2 Milliarden Kilowattstunden Elektroenergie dorthin verkauft - von ins Ausland verkauften 21,77 Milliarden Kilowattstunden insgesamt.

Im April hatte russischen Medien zufolge der finnische Stromnetzbetreiber Fingrid mitgeteilt, wegen der internationalen Lage seine Geschäfte mit Russland zu reduzieren und den Import zu senken. (dpa, AFP)

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