Selfies mit Alexander Gerst: Der Astronaut lässt sich im Wirtschaftsausschuss des Bundestages fotografieren. Foto: dpa/Ralf Hirschberger
© dpa/Ralf Hirschberger

Ein Astronaut im Bundestag Alexander Gerst warnt Politiker vor Folgen des Klimawandels

Vom All aus sah Alexander Gerst die verheerenden Folgen der Dürre. Auf der Erde hofft er nun auf mehr Umweltschutz – und appelliert an deutsche Abgeordnete.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hat vor Ressourcenknappheit und den Folgen des Klimawandels gewarnt. Er habe die Erde bei seinen Missionen schließlich von außen gesehen, sagte der 43-Jährige am Mittwoch vor dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags. "Wenn man sich anschaut, wie viel wir verbrauchen, welchen kleinen Teil wir aber in der Erdgeschichte einnehmen - da sieht man, dass das im Moment nicht nachhaltig ist."

"Etwas Großes wird endlich im Angesicht der Unendlichkeit", sagte Gerst. Das gelte auch für alle Ressourcen auf der Erde. "Man sieht Dinge, die einen überraschen: Gletscher, die kleiner werden, Seen, die austrocknen." Im vergangenen Sommer habe er auch die Dürre in Deutschland gesehen. Bei den Missionen im All werde daher auch zum Umgang mit dem Klimawandel geforscht. Gerst berichtete etwa von der Forschung zu Nutzpflanzen, die klimawandelresistent seien.

In manchen Regionen auf der Erde gehe es schließlich darum, "dass wir den Menschen Möglichkeiten geben, dass sie ihre Region nicht verlassen müssen und trotzdem Nutzpflanzen anbauen können". Seinen künftigen Enkelkindern wolle er gern einen Planeten übergeben, dessen Zustand mindestens so gut sei wie jetzt - "vielleicht sogar ein Stück besser", wünschte sich der Astronaut. (AFP)

Zur Startseite