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Die chinesische Journalistin Zhang Zhan (Archivbild) Foto: AFP/Youtube
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Druck auf Scholz, Baerbock und Co. „Twitterstorm“ für Freilassung der chinesischen Bloggerin Zhang Zhan

Für ihre Berichte über den Corona-Ausbruch in Wuhan sitzt Zhang Zhan in China in Haft. Seit Wochen ist sie im Hungerstreik und wohl in Lebensgefahr.

Mit einem „Twitterstorm“ hat die Menschenrechtsgruppe Amnesty International am Montag auf das Schicksal der chinesischen Bloggerin Zhang Zhan aufmerksam gemacht. Die 38-Jährige war im Dezember 2020 wegen ihrer Berichte über die Ausbreitung des Coronavirus in der Millionenstadt Wuhan zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Seitdem sitzt sie in Haft.

Die frühere Anwältin verweigert seit Wochen die Nahrungsaufnahme und wird über die Nase zwangsernährt. Angehörige sorgen sich um ihr Leben. Zhang Zhan sei nach einem wochenlangen Hungerstreik stark untergewichtig und lebe vielleicht nicht mehr lange, hatte ihr Bruder Zhang Ju schon Anfang November gewarnt.

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Amnesty hatte Twitternutzer dazu aufgefordert, am Montag zwischen 10 und 11 Uhr Aufrufe unter anderem an Noch-Außenminister Heiko Maas (SPD), seine mögliche Nachfolgerin Annalena Baerbock (Grüne) sowie den wahrscheinlich nächsten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu schicken.

Für die Freilassung von Zhang Zhan setzt sich der „Tagesschau“ zufolge auch die Bundesregierung ein. Auch die EU hatte schon ihre Freilassung gefordert.

Chinas Regierung hatte solche Ansinnen zuletzt als „China-feindliche politische Manipulation“ zurückgewiesen. Zhang Zhan ist eine von vier Blogger:innen, die wegen ihrer Berichte über die Corona-Lage in Wuhan in Haft sitzen. (Tsp, AFP)

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