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Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse wurde 1990 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP) Foto:Tsp/Stefan Weger
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Exklusiv Debatte um Queerness Thierse stellt in Brief an SPD-Chefin Esken seinen Parteiaustritt zur Debatte

Saskia Esken zeigt sich „beschämt“ über „rückwärtsgewandte“ SPD-Mitglieder. Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse fühlt sich angesprochen und reagiert.

Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat in einem Schreiben an SPD-Chefin Saskia Esken seinen Parteiaustritt zur Debatte gestellt.

Er bitte darum, ihm öffentlich mitzuteilen, ob sein „Bleiben in der gemeinsamen Partei weiterhin wünschenswert oder eher schädlich“ sei. Er selbst habe Zweifel, „wenn sich zwei Mitglieder der Parteiführung von mir distanzieren“. Auslöser war eine Einladung zu einer parteiinternen Diskussion, die im Namen von Esken und ihrem Vize Kevin Kühnert an ausgewählte Mitglieder versandt worden war.

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Darin zeigten sich beide „beschämt“ über nicht näher genannte SPD-Vertreter, die ein „rückwärtsgewandtes Bild der SPD“ zeichneten. Damit dürfte auch ein Gastbeitrag über Identitätspolitik gemeint sein, den Thierse kürzlich in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ veröffentlicht hatte.

In dem Artikel habe er versucht, „zu Mäßigung zu mahnen und verstärkte Anstrengungen auf das Gemeinsame und Verbindende einer mehr denn je pluralen, diversen Gesellschaft zu richten“, schrieb der 77-Jährige nun an Esken. „Ich meinte, dies sei gut sozialdemokratisch.“

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