Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit. Foto: Christian Charisius/dpa
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Corona-Maßnahmen Spahn rechnet noch „über Monate“ mit Abstandsregeln

Von einem Alltag ohne besondere Hygienemaßnahmen sind wir laut Gesundheitsminister Spahn weit entfernt. Bis es einen Impfstoff gebe, müssten wir "miteinander und aufeinander aufpassen".

Die Abstandsgebote und verschärften Hygieneregeln werden nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch lange gelten. Er rechne noch „über Monate“ damit, sagte er am Sonntagabend im „heute journal“ im ZDF.

Hier wird sogar um einen Abstand von zwei Metern gebeten.  Foto: Bernd Thissen/dpa Vergrößern
Hier wird sogar um einen Abstand von zwei Metern gebeten.  © Bernd Thissen/dpa

Bis es einen Impfstoff gibt, werden wir miteinander und aufeinander aufpassen müssen.“

Spahn wies auf die Bedeutung der Gesundheitsämter hin, die die Infektionsketten klären und Kontaktpersonen identifizieren müssen. Kanzlerin Angela Merkel hatte dazu erklärt: „Es muss unser Ziel sein, jede Infektionskette verfolgen zu können.“ 

Von Praktikern wird aber beklagt, dass dies nicht gewährleistet ist. „Es hapert an bestimmten Stellen“, sagte nun Spahn. Die Gesundheitsämter hätten bisher „nicht die verdiente Aufmerksamkeit bekommen“. 

Er fügte hinzu: „Wir wollen sie personell stärken und eben auch digital stärken.“

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Bekannt ist, dass in den öffentlichen Gesundheitsdiensten dafür zusätzliche Personalkapazitäten geschaffen werden sollen - mindestens ein Team von 5 Personen pro 20 000 Einwohner.

Die geplante App zur anonymisierten Nachverfolgung etwaiger Kontakte solle „im Laufe des Mais“ angewendet werden können, sagte Spahn. „Es muss gerade bei Datenschutz und Datensicherheit möglichst perfekt sein, bevor wir starten.“ (dpa)

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