Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
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Bundespräsident Steinmeier: Gedenken muss lebendig bleiben

Am „Bunker Valentin“ in Bremen erinnert Frank-Walter Steinmeier Steinmeier an die Gräueltaten der Nationalsozialisten. Orte der Erinnerung seien wichtig.

Das Erinnern an die Gräueltaten der Nationalsozialisten darf nach Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht zum bloßen Ritual erstarren. „Ich bin überzeugt: Wir müssen unser Gedenken mit Herz und frischen Ideen lebendig halten“, sagte Steinmeier am Montagabend anlässlich des Benefizkonzertes des Bundespräsidenten in Bremen. Er würdigte dabei den Gedenkort „Bunker Valentin“ in Bremen. Tausende Zwangsarbeiter hatten Europas zweitgrößten überirdischen Bunker während des Zweiten Weltkriegs errichten müssen. Viele kamen dabei ums Leben.

Solche Orte der Erinnerung seien wichtig, betonte Steinmeier. „Gerade in einer Zeit, in der immer mehr junge Menschen den Eindruck haben, dass sie nur wenig über die Verbrechen der Nationalsozialisten wissen. Wenn das stimmt, dann wird es Zeit, einmal grundsätzlicher über die Form unserer Gedenkkultur nachzudenken.“ Mit der Hälfte des Erlöses des Benefizkonzerts wird ein Verein unterstützt, der sich um den Bunker Valentin kümmert. Die andere Hälfte geht an die gemeinsame „Stiftung Kulturfonds Haifa“. Die Stadt in Israel ist Bremens Partnerstadt.

Im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“ spielten am Montag die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und der türkische Pianist und Komponist Fazil Say unter Leitung des amerikanisch-israelischen Dirigenten Steven Sloane Werke von Mozart, Gershwin und Bernstein. Steinmeier setzte mit dem Konzert eine 1988 von Bundespräsident Richard von Weizsäcker ins Leben gerufene Konzertreihe fort. Sie wird alljährlich reihum in den Bundesländern ausgerichtet. (dpa)

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