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Armin Laschet muss zu Amtsbeginn gleich eine Großkrise seiner Partei managen. Foto: imago images/Reichwein
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Update Auswirkungen der Masken-Affäre Union rutscht in Umfrage unter 30 Prozent, Laschet hinter Habeck

Die Masken-Affäre drückt die Umfragewerte der Union. Die Grünen legen laut Forsa zu. Die anderen Parteien stagnieren.

Die Unionsparteien im Bund verlieren einer Umfrage zufolge nach den Diskussionen über die "Masken-Affäre" und den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an Zustimmung.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer sinkt die CDU/CSU um vier Prozentpunkte auf 29 Prozent. Auf diesem Umfrage-Niveau stand die Union zum letzten Mal im Winter 2020, vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

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Von der Schwäche der Union profitieren der Umfrage zufolge die Grünen, die sich um drei Prozentpunkte auf 21 Prozent verbessern können. Der SPD nützen die Unions-Verluste eben so wenig wie FDP, Linke und AfD: Deren Werte bleiben gegenüber der Vorwoche unverändert. Lediglich die sonstigen kleineren Parteien können um einen Prozentpunkt zulegen.

Wenn jetzt bereits Bundestagwahlen wären, könnten die Parteien demnach mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU kämen auf 29 Prozent nach 32,9 Prozent bei der letzten Bundestagswahl, die SPD auf 16 Prozent (20,5 Prozent), die FDP auf 8 Prozent (10,7 Prozent), die Grünen auf 21 Prozent (8,9 Prozent), die Linke auf 8 Prozent (9,2 Prozent) und die AfD auf 10 Prozent (12,6 Prozent). 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2 Prozent).

Laschet hinter Habeck bei Direktwahlfrage

Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 22 Prozent etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent).

Ein neuer Bundestag käme derzeit auf 728 Abgeordnete. Die Mandatsverteilung: CDU/CSU 232, Grüne 165, SPD 126, FDP 63, Linke 63 und AfD 79 Abgeordnete. Die Grünen könnten gegenüber der Bundestagswahl 2017 mit 98 zusätzlichen Parlamentariern rechnen, alle anderen Parteien würden Mandate verlieren.

[Mehr zum Thema: Hinter der Maske des Hoffnungsträgers – wie das „System Löbel“ die CDU in die Krise stürzte (T+)]

Für eine regierungsfähige Mehrheit würde man in dem neuen Parlament 365 Mandate benötigen. Mit zusammen 397 Mandaten könnte lediglich Schwarz-Grün momentan eine Regierung bilden. Union und SPD kämen gemeinsam auf 358 Mandate, Grün-Rot-Rot sowie eine Ampel-Koalition (Grün-Rot-Gelb) hätten zusammen jeweils 354 Abgeordnete; sie wären demnach nicht regierungsfähig.

In der Kanzlerfrage haben beide denkbaren Unions-Kandidaten gegenüber der Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt eingebüßt. Allerdings erzielt Markus Söder nach wie vor den höchsten Wert.

Wenn die Bundesbürger ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit 36 Prozent für einen Kanzlerkandidaten Söder entscheiden - sein möglicher Konkurrent Robert Habeck käme auf 20 Prozent (plus 2 Prozentpunkte), SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf 15 Prozent (unverändert).

Würde die Union Armin Laschet als Kanzlerkandidat aufstellen, käme er derzeit auf 21 Prozent und läge damit einen Prozentpunkt hinter Habeck sowie einen Prozentpunkt vor Scholz. Habeck könnte gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt zulegen, der Wert für Scholz bleibt unverändert. (AFP)

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