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Das von der offiziellen Website des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani veröffentlichte Foto, zeigt Rouhani beim Besuch des Kontrollraums des Kernkraftwerks Bushehr. (Archivbild) Foto: MOHAMMAD BERNO / Iranian Presidency / AFPP
© MOHAMMAD BERNO / Iranian Presidency / AFPP

Auf fast drei Tonnen Iran hat Vorrat an angereichertem Uran aufgestockt

Der Internationalen Atomenergiebehörde zufolge hat Teheran unerlaubt Vorräte an angereichertem Uran gesammelt. Allein seit November seien 500 Kilogramm dazugekommen.

Der Iran hat nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) seine Vorräte an angereichertem Uran unerlaubt auf nun fast drei Tonnen aufgestockt. Seit November seien weitere 500 Kilogramm dazugekommen, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorliegenden IAEA-Bericht. Dazu gehörten auch 17,6 Kilogramm, die auf 20 Prozent angereichert seien.

Das Atom-Abkommen von 2015 hatte eine Obergrenze von niedrig angereichertem reinem Uran bei 200 Kilogramm gezogen. Das Abkommen soll das von schiitischen Klerikern beherrschte Land am Bau einer Atombombe hindern. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Deal hat Teheran demonstrativ mehrfach gegen Auflagen verstoßen.

Zudem zeigte sich die IAEA tief besorgt, dass der Iran keine Erklärung zur Herkunft von Uran-Partikeln liefere, die Aufschluss über einstige Aktivitäten geben könnten. Im vergangenen Jahr seien an zwei Orten Uran-Partikel gefunden worden. Außerdem habe der Iran eine ähnliche Frage zu einem dritten Fundort seit 18 Monaten nicht beantwortet, kritisierte die IAEA in ihrem Bericht.

Die Islamische Republik verlangt von den USA eine Rückkehr zum Abkommen und damit eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen. Dann werde sich Teheran wieder an den Deal halten. Die USA sind unter dem neuen Präsidenten Joe Biden grundsätzlich bereit, der Vereinbarung wieder beizutreten, verlangen vom Iran aber mindestens Zeichen des guten Willens. (dpa)

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