Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und UN-Generalsekretär Antonio Guterres im November 2019 in Berlin Foto: dpa/Wolfgang Kumm
© dpa/Wolfgang Kumm

Update Anfrage bei der Ex-Kanzlerin Merkel lehnt Jobangebot von UN-Chef Guterres ab

Per Brief bietet UN-Generalsekretär Guterres der Ex-Kanzlerin den Vorsitz in einem Beratergremium an. Merkel dankt und schlägt die Offerte aus New York aus.

Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ein Jobangebot von UN-Generalsekretär António Guterres aus New York abgelehnt. Merkel habe „dazu in der letzten Woche mit dem UN-Generalsekretär telefoniert, sich bedankt, und ihm mitgeteilt, dass sie das Angebot nicht annehmen wird“, teilte das Büro Merkels der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch auf Anfrage mit. Merkel hatte sich im Dezember nach 16 Jahren aus dem Amt der Bundeskanzlerin verabschiedet.

Guterres hatte der 67-Jährigen den Vorsitz in einem hochrangig besetzten Beratungsgremium zu globalen öffentlichen Gütern angeboten, die potenziell über Ländergrenzen hinweg der gesamten Weltbevölkerung dienen sollen. Beispiele für globale öffentliche Güter sind etwa die Ozonschicht, aber je nach Definition auch international geltende Regelwerke wie jene zur Flugsicherheit und zum weltweiten Handel.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Das Beratergremium zu globalen öffentlichen Gütern ist eines von Guterres' Vorzeigeprojekten zur Reform der Vereinten Nationen in seiner Anfang Januar begonnenen zweiten Amtszeit. In seinem Bericht zur Veränderung der UN aus dem vergangenen Jahr schrieb der Generalsekretär: „Ich werde einen hochrangigen Beirat unter der Leitung ehemaliger Staats- und Regierungschefs bitten, globale öffentliche Güter und andere Bereiche von gemeinsamem Interesse zu ermitteln, in denen Verbesserungen der Führung am dringendsten erforderlich sind.“

Nach Ansicht von Guterres hat die Corona-Pandemie große Lücken bei der internationalen Zusammenarbeit aufgezeigt. Von dem angestrebten Beratergremium müssten Impulse dafür ausgehen, Praktiken und Prinzipien für das Handeln auf globaler Ebene zu erneuern. (dpa)

Zur Startseite