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Die neu gewählte Präsidentin des Kosovo Vjosa Osmani. Foto: REUTERS/Laura Hasani
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38 Jahre alte Juristin Vjosa Osmani zur Präsidentin des Kosovo gewählt

Pristina hat eine neue Staatspräsidentin: Vjosa Osmani erhielt am Sonntag eine Mehrheit im Parlament - und ruft zum Dialog mit Serbien auf.

Im Kosovo ist die 38-jährige Juristin Vjosa Osmani zur neuen Staatspräsidentin gewählt worden. Sie erhielt am Sonntag 71 Stimmen im Parlament, das 120 Sitze hat. Die auch in den USA ausgebildete Politikerin rief nach ihrer Wahl zu einem Dialog mit Serbien auf, um die Beziehungen zwischen beiden Seiten zu normalisieren. Allerdings müsse sich die Regierung in Belgrad zuerst entschuldigen und die Verantwortlichen des Krieges 1998/99 anklagen.

Osmani war bereits seit November kommissarisch im Amt, weil ihr Vorgänger Hashim Thaci im Zuge einer Anklage des Kosovo-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag zurückgetreten war. Das Mandat für sie war mit der Übernahme der neuen Regierung um Ministerpräsident Albin Kurti und seiner Anti-Establishment-Partei Vetevendosje abgelaufen. Die Vetevendosje hatte die Parlamentswahl Mitte Februar klar gewonnen.

Oppositionsparteien und Vertreter der Zivilgesellschaft kritisierten die Wahl Osmanis und erklärten, in einer fragilen Demokratie wie der im Kosovo sei es nicht gut, wenn die Präsidentin, der Ministerpräsident und der Parlamentspräsident aus einer Partei kämen. Osmani ist nicht Mitglied der Vetevendosje, war aber über deren Liste bei der Wahl im Februar angetreten.

Das Kosovo mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, was das von Russland unterstützte Serbien aber nicht anerkennt. Hinter den Kulissen dringt vor allem die Europäische Union auf die Beilegung des Konflikts und pumpt Milliarden in die Region. Alle Westbalkan-Staaten werden als EU-Beitrittskandidaten angesehen. Das Kosovo gilt als ärmstes Land in der Region. (Reuters)

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