Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Das Flüchtlingslager Kara Tepe aus Lesbos (Archivbild vom Oktober 2020) Foto: dpa/AP/Panagiotis Balaskas
© dpa/AP/Panagiotis Balaskas

26-Jährige aus Krankenhaus entlassen Schwangere zündete sich in griechischem Flüchtlingslager selbst an

26-jährige Afghanin hatte geglaubt, ihr Antrag auf Ausreise sei abgewiesen worden. Nun muss sie vor der Staatsanwaltschaft erscheinen.

Eine hochschwangere Migrantin hat sich in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos selbst in Brand gesteckt. Die 26-jährige Afghanin sei am Dienstag wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, teilte das Migrationsministerium mit. Den Ärzten im Krankenhaus zufolge litt die im achten Monat Schwangere an psychischen Problemen, nachdem sie erfahren hatte, dass ihr Antrag auf Ausreise nach Deutschland abgewiesen worden war.

Nach Angaben aus Ministeriumskreisen handelte es sich dabei jedoch um ein "Missverständnis". Demnach hatten die Behörden sie gebeten, nur bis zur Geburt ihres Kindes in Griechenland zu bleiben. Die Frau habe dies jedoch nicht verstanden.

Am Sonntag brachte sie dann nach Polizeiangaben ihre beiden Kinder nach draußen und zündete ihr Zelt und sich selbst an. Die Flammen wurden durch andere Bewohner des Lagers, die Polizei und die Feuerwehr gelöscht. Weil sie in dem Zelt Feuer gelegt hat, muss die 26-Jährige nun nach Polizeiangaben vor der Staatsanwaltschaft erscheinen.

Das provisorische Lager auf Lesbos mit rund 6000 Asylsuchenden wurde errichtet, nachdem das völlig überfüllte Lager Moria durch Brände zerstört worden war. Camp-Bewohner und Aktivisten kritisieren die schlechten Bedingungen in dem Lager insbesondere angesichts der winterlichen Temperaturen. (AFP)

Zur Startseite