Vakuumverpackt in einem Zip-Lock-Beutel, so werden in „Altered Carbon“ menschliche Austauschkörper verwahrt. Foto: Netflix
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Verstörende Werbung Nackter Mann beschert Netflix Beschwerden

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Ein unbekleideter Mann in einem Zip-Lock-Beutel, so bewirbt Netflix die Science-Fiction-Serie „Altered Carbon“. Das Motiv löste mehrere Beschwerden beim Werberat aus.

Mit seiner Werbung für die Science-Fiction-Serie „Altered Carbon – Das Unsterblichkeitsprogramm“ ist der Streamingdienst Netflix womöglich zu weit gegangen. Beim Deutschen Werberat sind Beschwerden eingegangen, weil die Motive als unethisch sowie als verstörend insbesondre für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene empfunden werden. Auf den Bildern ist ein nackter Mann zu sehen, der in Embryonalstellung und einem Schlauch in seinem Mund in einem großen Zip-Lock-Beutel steckt.

Die am vergangenen Freitag gestartete Serie nach einem Roman von Richard Morgan beschreibt eine Zukunft, in der Geist und Seele eines Menschen auf einem Chip gespeichert werden, der nach seinem Tod in einen anderen Körper – einem so genannten Sleeve – eingesetzt werden kann.

Kein Statement von Netflix

Eine inhaltliche Bewertung hat der Werberat bislang nicht abgegeben. In absolut unbegründeten Fällen werden solche Beschwerden allerdings direkt zurückgewiesen. Dies ist nicht geschehen, vielmehr wurde Netflix zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert und somit ein Verfahren eröffnet. Netflix wollte auf Nachfrage keine Statement zu dem Thema abgeben.

Am Potsdamer Platz hatte Netflix vor dem Start der Serie sogar eine Werbe-Installation platziert, in der eine menschliche Puppe in einem runden Wassertank zu sehen war. Inzwischen stehen dort jedoch Berlinale-Aufsteller. sag

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