Auf dem Weg zurück zur Arbeit: die Staatskapelle Berlin Foto: Peter Adamik
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Was die Berliner Staatsoper 2021/22 plant Das klingt fast so wie früher

Illustre Namen von Daniel Barenboim bis Anna Netrebko, von Simon Rattle bis Emmanuelle Haim: die Pläne der Berliner Staatsoper für die kommende Saison

Der pandemiegeplante Musiktheaterfan reibt sich die Augen und will es kaum glauben: Was die Staatsoper da – als erste der großen Berliner Klassikinstitutionen – für die kommende Saison präsentiert, entfaltet geradezu berauschende Wirkung. 320 Veranstaltung sollen Unter den Linden stattfinden, 31 verschiedene Opernproduktionen werden zu sehen, 90 Konzertprogramme zu erleben sein, von großer Sinfonik bis zur Familienaufführung.

Wie aus einem Füllhorn ergießen sich illustre Namen über das potenzielle Publikum: Generalmusikdirektor Daniel Barenboim vollendet zusammen mit dem Regisseur Vincent Huguet seinen Mozart-Zyklus, ab September wird der bisher nur als Stream gezeigte „Figaro“ live gespielt, am 3. Oktober folgt die „Così fan tutte“-Premiere und im April dann „Don Giovanni“ mit Michael Volle in der Titelrolle. Simon Rattle dirigiert gleich zwei Werke, Janaceks „Die Sache Makropulos“, neu inszeniert von Claus Guth, sowie die Wiederaufnahme von Rameaus „Hippolyte et Aricie“.

Zubin Mehta dirigiert "Turandot"

Kornel Mundruczó, der 2020 bei den Filmfestspielen von Venedig mit der Netflix-Produktion „Pieces of a Woman“ für Furore sorgte, führt Regie bei der Uraufführung „Sleepless“ von Peter Eötvös. Der Komponist selbst wird die Adaption eines Jon Fosse-Textes musikalisch leiten. Maximaler Glamour umfunkelt schließlich die Premiere von Puccinis „Turandot“ im Juni: Anna Netrebko und Yusif Eyvazov singen, Zubin Mehta dirigiert, Philipp Stölzl inszeniert. Und last but not least bereitet Ex-Intendant Jürgen Flimm einen Abend mit Texten von Botho Strauß sowie Musik von Leos Janacek vor, an dem auch Martina Gedeck und Meike Droste mitwirken.

Die Barocktage im November widmen sich der französischen Musik, Dirigentin Emmanuelle Haim präsentiert eine absolute Rarität, André Campras „Idoménée“ aus dem Jahr 1712. Haim gehört zu den fünf Dirigentinnen, die 2021/22 Unter den Linden große Opernproduktionen leiten: neben ihr werden Simon Young beim „Rosenkavalier“, Speranza Scappucci beim „Liebestrank“ sowie Anna Milukova und Kristiina Poska bei der „Zauberflöte“ im Orchestergraben stehen. Der Vorverkauf für August/September startet am 26.6.

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