Der Rapper Pusha T. Foto: Universal
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Pusha T, Rammstein, Bloc Party, Mia Morgan Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker/innen ab 21 Uhr auf Radio eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Pusha T, Rammstein, Bloc Party und Mia Morgan.

Pusha T: It’s Almost Dry (Universal)
Pusha T spannt den Bogen weiter auf, vereint Kanye-West-Kuratorium und technische Meisterschaft, behält dabei aber stets die Übersicht. „Neck & Wrist“ mit Pharrell Williams und Jay-Z ist der vielleicht melancholischste Lowrider-Los-Angeles-noir-Track ever. Was für eine Stimme! Immer noch. Torsten Groß, Moderator

Rammstein: Zeit (Universal)
Es beginnt mit: „Komm’ mit, wir wollen zusammen traurig sein“. Und endet mit: „Adieu, den letzten Weg musst du alleine gehen“. Es ist Exorzismus. Deutsche Grobheit wird so überzogen – ja, bis ins Lächerliche („Dicke Titten“) hinein –, dass man sie sich mit Bass und technoiden Drums aus dem Leib marschieren kann. In dieser ZEIT wichtiger denn je. Julia Friese, freie Journalistin

Bloc Party: Alpha Games (BMG)
Siebzehn Jahre ist es her, seit die Londoner mit ihrem Debüt „Silent Alarm“ den Indierock-Sound der Nullerjahre entscheidend mitgeprägt haben. Seitdem ist auf der politischen Bühne ihres Landes einiges passiert. Hier macht das Quartett um Frontmann Kele Okereke seiner Post-Brexit-Wut Luft – und klingt dabei so inspiriert wie lange nicht mehr. Sinem Kiliç, freie Journalistin

Mia Morgan: Fleisch (Eklat)
Nein, Subtilität ist keine Tugend von Mia Morgan. Ein Glück! Zwischen gitarrenlastigem Indie-Pop und 80er-Synthiesounds singt die Kasselerin über toxisches Instagram-Stalking, den eigenen Körper als Schlachtfeld und sexpositive Selbstermächtigung. Ein entwaffnend unverblümtes Coming-of-Age-Album aus der nordhessischen Tristesse. Hannes Soltau, Tagesspiegel

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