Ein Axel-Prahl-Open-Air-Konzert im Schloss Neuhardenberg in Brandenburg Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB
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Update Nach Lockerung der Bundesnotbremse Die Kultur startet draußen wieder vor Publikum

Franka Potente, Yayoi Kusama oder Lana Bastaši ć: Was Open-Air-Kinos, Literaturhäuser, Theater und Museen in den nächsten Tagen alles zeigen.

KINO

Die Kultur kehrt zurück: Wie und wann genau, klärt sich in den nächsten Tagen. Hier eine Termin-Auswahl quer durch die Stadt: Das Neuköllner Freiluftkino Hasenheide startet am 27. Mai, mit „Tenet“ und einer neuen Tonanlage. Anfang Juni steht ein Premierenfilm auf dem Programm, die Oscar-prämierte Trinker-Tragikomödie „Der Rausch“.

Auch Musik und Literatur wird geboten: Am 6. Juni eröffnet das Festival „50 Jahre Ton Steine Scherben“, geplant ist u.a. die Weltpremiere eines TTS-Dokumentarfilms von Albrecht Metzger. Am 13.6. lesen beim literarischer Frühschoppen Mit-Kommunarden und Weggefährten von Rio Reiser (11 Uhr).

Die „ Neue Bühne“ mit Projektionsturm kann auch tagsüber für Filme genutzt werden. Im Rahmen der Sommer-Berlinale ab 9. Juni werden Kinder- und Jugendfilme der Generation-Reihe gezeigt, abends dann Beiträge aus anderen Sektionen, mit internationalen Gästen.

Wie bereits gemeldet, macht das Freiluftkino Kreuzberg diese Woche den Open-Air-Anfang, mit Franka Potentes „Home“ am Donnerstag.

Es folgen am Freitag die Kinos Friedrichshain („Rosas Hochzeit“) und Rehberge („The United States vs. Billie Holiday“). Am 25.5. startet das Pompeji am Ostkreuz, am1.6. das Freiluftkino am Kulturforum dabei – viele Locations sind auch Austragungsorte für das Summer Special der Berlinale.

Das Freiluftkino Union in Friedrichshagen richtet sich mit seinem Programm auch an Kinder und Jugendliche. Den Anfang macht am 1. Juni ein Kinderkonzert. Die Freilichtbühne Weißensee startet am 2. 6. mit dem tollen polnischen „Corpus Christi“. Das neue Freiluftkino im Schlosspark Charlottenburg hat seinen Saisonbeginn für den 8. 6. angekündigt.

MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN

Die Museen und Ausstellungshäuser der Stadt öffnen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Zu den ersten Häusern, die bereits am Mittwoch, 19. Mai, wiedereröffnen gehören das Haus am Waldsee in Zehlendorf mit der Skulpturenausstellung „Into Space“. (Argentinische Allee 30, Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr, Tickets: hausamwaldsee.de).

Auch der Gropius-Bau startet gleich am Mittwoch seine Blockbuster-Show mit der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama sowie mit der Ausstellung "Kosmos Weben" der Designerin Hella Jongerius. Der Verkaufsstart für die Online-Tickets beginnt am Dienstag 18.5. um 12 Uhr (Niederkirchnerstraße 7, Mi-Mo, Kusama 9-21 Uhr, Jongerius: 10-19 Uhr, Tickets: gropiusbau.de).

Das Georg-Kolbe-Museum eröffnet am Mittwoch, 19 Mai. Dort kann man sich für die Ausstellung zum Tanz in der Weimarer Republik ab sofort anmelden (nur telefonisch unter Tel: 030 / 30 42 144, Sensburger Allee 25, Mo – So 10 – 18 Uhr).

Auch die Kunst-Werke in Mitte haben ab 19.5. wieder geöffnet. Die Ausstellungen von Amelie von Wulffen und vom brasilianischen Künstler Leonilson sind am Pfingstwochenende von Freitag bis Sonntag von jeweils 11–21 Uhr mit verlängerten Öffnungszeiten zu sehen. (Auguststraße 69, Tickets gibt es hier).

Installationsansicht "Into Space: Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo" im Haus am Waldsee. Foto: Roman März Vergrößern
Installationsansicht "Into Space: Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo" im Haus am Waldsee. © Roman März

Am Freitag, 21. Mai öffnet die Berlinische Galerie mit der Architektur-Ausstellung "Anything Goes". Tickets sind drei Tage vor dem Besuch online buchbar (Alte Jakobstraße 124 – 128, täglich 10 bis 18 Uhr, Tickets: berlinischegalerie.de).

Die Staatlichen Museen, unter anderem mit den Häusern auf der Museumsinsel, in Dahlem, in Charlottenburg und am Kulturforum öffnen am Freitag 21. Mai wieder für das Publikum. Das Kupferstichkabinett öffnet mit der Ausstellung "Wir heben ab! Bilder vom Fliegen von Albrecht Dürer bis Jorinde Voigt" und in der Gemäldegalerie eröffnet eine neue Ausstellung zur "Spätgotik". Zeitfenstertickets sind hier buchbar.

Am 27. Mai geht es im Haus der Kulturen der Welt weiter, unter anderem mit der Installation „Redefining the Power / After Dürer“ im Spiegelteich vor dem Gebäude, eine zeitgenössische Interpretation von Albrecht Dürers nie realisiertem Denkmal für die besiegten Bauern. Außerdem starten in kurzer Folge drei Ausstellungen, dazu gehört die Schau "Investigative Commons" zu neuen Formen kollaborativer Wahrheitsfindung, initiiert von der Turner-Preisgekrönten Researchgruppe Forensic Architecture (ab 3. Juni). Tickets unter hkw.de.

Das Stadtmuseum plant die Wiedereröffnung seiner Häuser für Anfang Juni.

Die Zugänge zu den Museen und Ausstellungen erfolgen nach den gängigen Bestimmungen, mit negativem, tagesaktuellem Testergebnis oder Impf- bzw. Genesungsnachweis und FFP2-Maske.

THEATER

Und endlich auch wieder Theater: Das DT kommt am 22. Mai mit einer Molière-Komödie aus der Versenkung, „Tartuffe oder Das Schwein der Weisen“, an der frischen Luft. Drinnen geht es am 26. Mai weiter mit „Goodyear“, dem neuen Pollesch.

Das Berliner Ensemble will am 12. Juni den mehrmals verschobenen „Fabian“ von Frank Castorf herausbringen. Am Maxim Gorki heißt es – hoffentlich nicht programmatisch – „It’s going to get worse“ (8. Juni) und „Alles unter Kontrolle“ (16. Juni). 

LITERATUR

Die Literatur wiederum startet beispielsweise im Literaturhaus in der Fasanenstraße von nächste Woche Dienstag an wieder, draußen im Garten, so das Wetter mitspielt, mit Hans von Trotha, danach folgen Lana Bastašić am Mittwoch und freitags Pascal Janovjak, so weit die beiden aus der Schweiz wegen Quarantäneauflagen kommen können. Im Brecht-Haus ist man bereit, harrt aber noch einer Kultursenatsentscheidung am Dienstagabend – und das LCB am Wannsee beratschlagt Dienstagfrüh über Veranstaltungen im Garten.

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