Klischee-Kunde Wo die Faulen, wo die Fleißigen wohnen in Europa

Die schlimmsten Finger Europas: Die Isländer

Die Isländer, schreibt der isländische Autor Andri Snaer Magnason in seiner Öko- und Politfibel „Traumland“, exportieren Fisch, Aluminium und Pop. Und importieren Geländewagen, Reality-TV und Schoko-Crisps. Es muss ergänzt werden: Sie exportieren wie die Weltmeister Literatur, nicht nur weil sie dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse sind, sondern weil sie ihre Sagen für die Wiege der Weltliteratur halten. Und sie importieren wie die Weltmeister Beck’s, Carlsberg und chilenischen Wein, weil sie so begnadete Trinker sind. Die Isländer, weiß inzwischen aber auch jeder Grieche, Ire und Portugiese, sind überdies die schlimmsten Finger Europas. Sie können nicht mit Geld umgehen und haben sich selbst, britische und niederländische Kleinanleger und kurze Zeit die ganze Welt an den Rand des Ruins getrieben. Hielten sie sich vor 2008 für die Allergrößten, hat die Finanzkrise ihr Selbstbewusstsein nur unwesentlich gemindert. Noch immer sind sie mindestens das Labor für die Welt. Und wenn mit der isländischen Krone schon nichts mehr anzufangen ist, soll jetzt wenigstens der Euro her. Was erlauben die sich, diese Isländer!? Gerrit Bartels

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