Eine engagierte Geschichte zum Naturschutz. Foto: oekom Verlag
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Kinderbuch Hoffnung für den Erdbeerbaum

Wenn der Natur Gefahr droht, gehen Kinder auf die Straße - ein Märchen vom Erdbeerbaum von Anne Erwand

Samuel, Anna, Merenda und Ole sind dicke Freunde. Ihr täglicher Treffpunkt: der Erdbeerbaum. Ihrer Meinung nach ist es der größte, älteste und schönste Baum der Welt – bis er in einem Frühling keine Blätter und schon gar keine Blüten mehr austreibt. Er bleibt einfach kahl. Er wird sterben, denken die Erwachsenen.

Die Kinder suchen daher einen neuen „schönsten Ort der Welt“, jedes wandert dazu in eine andere Richtung. Merenda etwa marschiert eine schnurgerade Straße entlang und stößt dann auf ein „Museum der ausgestorbenen Wesen“. Samuel lernt, wie man Menschen zum Lächeln bringt, die vorher maskenhaft und wie getrieben umhersausten.

Viele Fäden legt die Autorin aus, zahlreiche Schauplätze bemüht sie, um ihr Märchen zu erzählen. Erdbeerbäume werden (über-)leben, wenn die Menschen sich ihrer Träume erinnern.

Eine heile Welt wird beschworen, die entstehen kann, wenn Menschen den Fortschritt kritisch hinterfragen. Und mutig kämpfen, falls der Natur Gefahr droht. Die Kinder im Buch haben’s schon kapiert.

Anne Erwand: Der Erdbeerbaum. Illustriert von Beatrice Davies, Oekom Verlag, München 2019. 127 Seiten, 16 €. Ab acht Jahren.

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