Die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ist Partner des Konzerts. Foto: picture alliance/Nir Alon/dpa
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Jerusalemer Symphonieorchester Deutscher Dirigent bei Gedenkkonzert zum Holocaust

Mit dem Dirigenten Gerhardt Müller-Goldboom nimmt erstmals ein Deutscher am Gedenkkonzert des Jerusalemer Symphonieorchesters teil.

Das Holocaust-Gedenkkonzert des Jerusalemer Symphonieorchesters findet in diesem Jahr erstmals mit deutscher Beteiligung statt. Bei dem Konzert am 30. April spielt das israelische Orchester unter der Leitung des deutschen Dirigenten Gerhardt Müller-Goldboom. Auch der deutsche Bariton Roman Grübner ist beteiligt. Die Idee für die Kooperation mit Deutschland stammt von dem israelischen Musiker Daniel Fradkin, der bei dem Konzert die Viola d'amore spielt.

Kernstück ist die Symphonie „Janusz Korczak“ des deutschen Komponisten Oskar Gottlieb Blarr. Der jüdisch-polnische Kinderarzt, Schriftsteller und Pädagoge Korczak war besonders durch seinen selbstlosen Einsatz für Kinder berühmt geworden. Er ging 1942 mit 200 Kindern aus seinem Waisenhaus in den Tod im deutschen Vernichtungslager Treblinka, obwohl er sein eigenes Leben hätte retten können.

Auf dem Programm stehen auch Werke von Josef Haydn und Gustav Mahler. Das Auswärtige Amt übernimmt die Gesamtkosten in Höhe von 40 000 Euro. Weiterer Partner des Konzerts, zu dem überwiegend Holocaust-Überlebende eingeladen sind, ist die Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem. Die Schirmherrschaft für das Konzert übernimmt Bundesaußenminister Heiko Maas. (dpa)

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