Sänger im Wandel. James Blake. Foto: Amanda Charchian
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James Blake, Joe Jackson, Steve Gunn, Deerhunter Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Joe Jackson, James Blake, Steve Gunn und Deerhunter.

James Blake: Assume Form (Polydor)

Die Geist-Stimme von Blake sucht beim vierten Album einen Körper. Blake ist Mensch geworden und zeigt sich erstmalig in einem klaren Porträt auf einem Albumcover. Hinzu kommen Gäste wie Andre 3000, Moses Sumney, Travis Scott und Rosalia. Claudia Gerth, Radio eins

Joe Jackson: Fool (Earmusic)

Fälschlich unter Punk einsortiert, tauchte Joe Jackson 1979 in England mit perfekten Songs und durchdachtem Image auf. Und seine neue Platte wirkt, als wäre nichts passiert. Jackson klingt 2019 endlich wieder so arrogant-aggro wie einst und er hat noch immer ein Händchen für schnittige Power-Pop-Songs. Andreas Müller, Moderator

Steve Gunn: The Unseen In Between (Matador)

Der in Philadelphia aufgewachsene und gut vernetzte Gitarrist lebt seit Längerem in New York, wo er seine Klangforschung betreibt. Psychedelisch verträumte Reisen durch seine emotionale Welt. Meditative, transzendente Momente eingeschlossen. Helmut Heimann, Radio eins

Deerhunter: Why Hasn’t Everything Already Disappeared? (4AD)

Bradford Cox, Mastermind hinter Deerhunter, lässt seine Songs abenteuerlustig wabern, ohne dass er einer dieser posthistorischen Alleskompostierer wäre. Obwohl ein dystopischer Grundton durch die Texte weht, klingt die Band auf ihrem achten Album vergleichsweise zugänglich. Jörg Wunder, Tagesspiegel

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