Vorfahrt für den Klassiker! In Bonn gibt es sogar eine Beethoven-Ampel Foto: Bundesstadt Bonn
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Hör-Tipps zum Beethoven-Jubiläum Ludwigs Lust

Über Beethoven ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Wirklich? Zum 250. Geburtstag sind auch manche überraschenden Aufnahmen erscheinen.

Viele neue Beethoven-Aufnahmen sind zum Geburtstag herausgekommen, neben Igor Levit haben auch Fazil Say und Daniel Barenboim die Klaviersonaten neu eingespielt, Martin Helmchen hat die Klavierkonzerte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester aufgenommen. René Jacobs hat mit dem Freiburger Barockorchester die Urfassung von Beethovens Oper unter dem Titel „Leonore“ herausgebracht, allseits großes Lob erntete das französische Quatuor Ebène für seine Aufnahme aller Streichquartette, Andris Nelsons widmete sich mit den Wiener Philharmonikern sämtlichen Sinfonien des Meisters.

Aufnahmen jenseits des Mainstream

Europe Variations (Meletoi Records): Beethoven hat mehrere große Variationszyklen komponiert. Der 1984 geborene Pianist und Performer Sören Gundermann erweist ihm Reverenz, indem er mit modernen Mitteln der Improvisation vor Ohren führt, wie divers die altbekannte „Ode an die Freude“ klingen kann.

Beethoven für Chor (Carus): Originalwerke und teils sehr überraschende Bearbeitungen (z.B. von der Appassionata und der Mondscheinsonate), grandios gesungen vom Deutscher Jugendkammerchor. Das Cover mit dem gesprayten Komponistennamen auf einer Brandwand ist anbiedernd, der Inhalt wunderbar altmodisch, der zarte Zusammenklang der jungen Stimmen greift ans Herz.

Beethoven meets Cuba (Sony): Sie haben sich schon so manchen Klassiker angeeignet, bei Beethoven aber funktioniert das Konzept der Klazz Brothers & Cuba Percussion besonders gut: Die südamerikanischen Rhythmen schmiegen sich den altbekannten Melodien an, der Titan entfaltet ungeahnte Lässigkeit.

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