Die Verbindung bleibt. Übergang vom Hauptgebäude des Hamburger Bahnhofs zu den Rieckhallen. Foto: David von Becker
© David von Becker

Hamburger Bahnhof bleibt Museumsstandort Historische Halle für die nächsten 25 Jahre gesichert

Nicola Kuhn

Der Bund und die österreichische Immobiliengesellschaft CA Immo haben sich geeinigt. Zunächst auf einen Mietvertrag. Ankauf bleibt Option.

Nach langwierigen Verhandlungen ist der Hamburger Bahnhof als Standort der Nationalgalerie Berlin gesichert. Für das Museum für Gegenwart soll nach einer Einigung von Bund und der österreichischen Immobiliengesellschaft CA Immo Deutschland zunächst für 25 Jahre ein Mietvertrag mit Verlängerungsoption geschlossen werden. Nach der Zustimmung im Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Dachorganisation von Berlins Staatlichen Museen soll die Vertragsunterzeichnung in den nächsten Tagen erfolgen.

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„In einem zweiten Schritt wird weiterhin ein Ankauf des Hamburger Bahnhofs durch den Bund angestrebt“, hieß es in einer Mitteilung aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Claudia Roth.

Das Land verhandelt weiterhin über einen Grundstückstausch

Die Verhandlungen zwischen dem Bund – vertreten durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben – und der CA Immo liefen seit Mitte 2021. Unabhängig davon verhandelt das Land Berlin weiterhin mit der CA Immo über den Erwerb der Rieckhallen durch einen Grundstückstausch.

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Damit hat das Hauptgebäude des Hamburger Bahnhofs einen gewaltigen Aufschub bekommen. Für die Rieckhallen gilt weiterhin das Memorandum of Understanding, nach dem ein Tauschgrundstück für die CA Immo gefunden werden soll. In den letzten Tagen hatte sich gegen den von Kultursenator Klaus Lederer dem Hauptausschuss zur Kenntnis vorlegten Vorschlag Widerstand formiert.

Lederer legte die Invalidenstraße 60 noch oben drauf

Danach soll die CA Immo im Tausch für die Rieckhallen nicht nur die nordwestliche Ecke des Humboldthafens bekommen, sondern auch das landeseigene Grundstück in der Invalidenstraße 60. Das erschien einigen Politikern denn doch zu viel, da das Grundstück bis zu 60.000 Quadratmeter Ausbaufläche für eigene Behörden bietet.

Der Deutschen Presseagentur sagte Lederer nun: „Der Hamburger Bahnhof und die Rieckhallen bedingen einander und sind beide für den Kulturstandort Berlin eminent wichtig.“ Berlin verfolge weiterhin das Ziel, die Rieckhallen für das Land zu sichern. „Die Verhandlungen sind auf einem guten Weg und wir sind zuversichtlich, dass wir zu einem für das Land Berlin positiven Abschluss kommen.“

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