Preußische Pracht: Fassadendetail vom wieder aufgebauten Stadtschloss, das das Humboldt Forum beherbergen wird. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
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Diskussion um die Berliner Museen Kultur muss für alle da sein

Barrieren abbauen: Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Berlins Kultursenator Klaus Lederer wollen, dass Museen zugänglicher werden.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat für drei Jahre einen freien Eintritt im neuen Humboldt-Forum zugesichert. Für einen guten Start des Museumskomplexes im wiederaufgebauten Stadtschloss reicht das aus ihrer Sicht aber allein nicht aus.

Ebenso wichtig seien „kluge Vermittlungsstrategien“, mit denen sich Barrieren abbauen lassen: „Kulturangebote müssen niedrigschwellig und buchstäblich anziehend sein.“ Grütters kritisierte, dass in Deutschland die kulturelle Vermittlung lange nicht auf dem Niveau anderer Länder war. Erst spät habe es ein Umdenken gegeben. Mittlerweile würden „zunehmend an den Museen nicht nur Kunsthistoriker, sondern auch Pädagogen eingestellt.“

Auch Berlins Kultursenator Klaus Lederer sieht im freien Eintritt keinen Wert an sich. Kultureinrichtungen müssten den Anspruch haben, aktiv auf Menschen zuzugehen, die die Einrichtungen bislang noch nicht besuchen.

Berlin bietet in diesem Jahr einen eintrittsfreien Tag pro Monat in allen städtischen Museen an, und zwar jeweils am ersten Sonntag. Berlin werde daneben als erste Stadt mit professioneller Teilhabeforschung beginnen, erklärte Lederer.

„Outreach-Mitarbeiter“ müssten integraler Bestandteil der Museen werden. Diese sollten schon in der Konzeption von Ausstellungen beteiligt sein, um „eine Brücke in die Stadtgesellschaft“ schlagen zu können. dpa/Tsp

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