Frauen in Osteuropa: ein Digital Essay im Literarischen Colloquium Berlin

Die russische Filmemacherin Katja Fedulova bei der Recherche. Foto: Katja Fedulova
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Literatur-Tipp

Nicht ganz einfach, sich der Rolle und dem Bild der Frau in osteuropäischen Ländern zu nähern. Einserseits wurden Frauen oft - auch in der DDR - als Kämpferinnen und Arbeiterinnen begriffen, als vollkommen gleichberechtigt, da ins Erwerbsleben eingegliedert. Andererseits scheinen sie doch in der Realität oft noch auf bestimmte Klischees festgelegt zu sein. Am Literarischen Colloquium Berlin verraten an diesem Donnerstag um 19 Uhr unter dem Titel "Die ideale (post)sozialistische Frau?" drei Künstlerinnen in einem "Digital Essay", wie sich diese Thematik in ihren Arbeiten wiederfindet: die ukrainische Autorin Yevgenia Belorusets, die russische Filmemacherin Katja Fedulova und die polnische Theaterregisseurin Katarzyna Kalwat, moderiert von der Gender- und Kunsthistorikerin Constance Krüger. Das LCB schreibt dazu: Das Rollenbild der Frau in osteuropäischen Ländern, das heute zumeist öffentlich kultiviert wird, ist das der Hüterin des Familienherds und der glücklichen Mätresse. Eine Renaissance der Häuslichkeit ist zu beobachten, und mit der Implementierung immer restriktiverer Abtreibungsgesetze in einigen Ländern eine Verstärkung der staatlichen und kirchlichen Kontrolle über den weiblichen Körper. Inwiefern war die in kommunistischen Regimen proklamierte Gleichberechtigung tatsächlich gelebte Realität und wie haben sich die Rollenbilder in der Gegenwart verschoben?"

Livestream-Tipp

Identität ist zweifellos eine zentrale menschliche Kategorie, nicht nur in den Romanen von Max Frisch. Im Rahmen der Reihe "Urania kontrovers" diskutieren heute um 19 Uhr live auf urania.de fünf Fachleute darüber, wie frei wir sind in unseren Entscheidungen, wie selbstbestimmt. Wo beeinflusst uns doch das eigene Elternhaus, die Gesellschaft oder gar die Politik in unserer Identitätsfindung? Zu Gast: die Rapperin Sookee, die sich gegen Homophobie, Sexismus, Rassismus und Antisemitismus engagiert, die Publizistin Ferda Ataman, außerdem Ulrich Weigand, geschäftsführender Direktor der Urania Berlin, Selmin Çalışkan, Direktorin für Institutionelle Beziehungen der Open Society Foundations sowie die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Peggy Piesche. Der Abend wird moderiert von der Journalistin Natalie Amiri.

(Zusammenstellung: uba)

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