Ein Monat lang abrufbar: "Die Perlen der Cleopatra" an der Komischen Oper Berlin

Der Dichter Paul Celan (1920-1970) Foto: Willi Antonowitz/dpa
Das große Finale der Streaming-Tipps Diese Online-Empfehlungen hat unsere Kulturredaktion für die nächsten Wochen

Streaming-Tipps für Sonntag, 17. Mai

Museums-Tipp

An diesem Wochenende hätten die neue Dauerausstellung und das Kindermuseum des Jüdischen Museums Berlin eröffnet werden sollen. Aus bekannten Gründen hat sich das jetzt alles in den Herbst verschoben. An diesem Sonntag, dem Internationalen Museumstag (der coronakonform unter dem Motto "Museen digital entdecken" steht), gibt es trotzdem einiges zu entdecken auf der Homepage, unter anderem erste Einblicke in den Aufbau der Dauerausstellung. Außerdem spricht Hetty Berg, die neue Direktorin und Nachfolgerin des vergangenes Jahr zurückgetretenen Peter Schäfer, um 14 Uhr mit radioeins-Moderator Knut Elstermann auf dem JMB-Youtube-Kanal über ihre Ankunft in Berlin, ihr Haus in Zeiten der Corona-Krise und ihre Pläne für die Zukunft.

Operetten-Tipp

Angela Merkel zum Trotz kennt die Geschichte nicht so viele Frauen an der Macht. Eine der berühmtesten: Cleopatra. Der Wiener Komponist Oscar Straus, 1954 in - uuhh - Bad Ischl gestorben, hat sie 1921 zur zentralen Figur seiner pointenseligen Operette "Die Perlen der Cleopatra" gemacht. Uraufführung war im Theater an der Wien, Berliner Erstaufführung im damaligen Theater am Nollendorfplatz. Die ägyptische Pharaonin hat hier alle Hände voll zu tun, droht doch nicht nur Dürre wegen ausbleibenden Nilwassers, sondern auch ein Aufstand im Volk - und die Heere Roms stehen auch vor der Tür. An der Komischen Oper hat Barrie Kosky das Stück voller Exotismusbegeisterung, Wiener Walzerseligkeit und Spätromantik inszeniert, mit Dagmar Manzel in der Titelrolle 2016 inszeniert. Die Aufzeichnung wird ab Sonntag 19 Uhr für einen Monat auf www.komische-oper-berlin.de abrufbar sein.

Theater-Tipp

Dieser Zug hat noch lang nicht den Endbahnhof erreicht: Seit 1986 steht Volker Ludwigs Kultmusical "Linie 1" auf dem Spielplan des Grips Theaters. Und heute Abend kommt es im Nachtkritikstream groß raus: Ab 18 Uhr wird eine Aufführung von 2006 mit der Musik von Birger Heymann und der Rockband "No Ticket" in der Regie von Wolfgang Koldneder gestreamt. Dazu gibt's einen Chatroom, moderiert von Nachtkritik-Redakteur Christian Radow. Alle, die gemeinsam gucken und chatten wollen, sind eingeladen, ab 20 Uhr auf Play zu drücken - der Chatroom ist ab 19.30 Uhr offen. Und Volker Ludwig sendet eine exklusive Grußbotschaft, in der er über die Entwicklung des Stücks in den 80er Jahren und die Tränen nach der vierstündigen Uraufführung spricht.

(Zusammenstellung: uba)

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