Shang-Chi in Kampfpose. Coverzeichnung „Shang-Chi (2020)“ von Jim Cheung. Foto: Marvel/Panini
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Comicverfilmung „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ Meister des Kung-Fu

Leonard Hillmann

Marvel is Kung Fu fighting: Der chinesische Faustkrieger Shang-Chi ist der jüngste Zugang bei den Kino-Superhelden. Im Comic teilt er schon seit 1973 aus.

Schrille Schreie, akrobatische Kampfkunst und eine Portion fernöstlicher Mystizismus – Kernelemente unzähliger Kung-Fu-Geschichten, wie man sie aus der Popkultur seit den 1970er-Jahren kennt. Kein Wunder, dass auch die Marvel-Comics darin Potenzial für actiongeladene Abenteuer sahen und den Trend in ihren damaligen Heften aufgriffen.

Im Dezember 1973 debütierte Shang-Chi, als er sich durch die Comicseiten der „Special Marvel Edition 15“ kämpfen musste. Illustration: Al Milgrom und Jim Starlin / Marvel Vergrößern
Im Dezember 1973 debütierte Shang-Chi, als er sich durch die Comicseiten der „Special Marvel Edition 15“ kämpfen musste. © Illustration: Al Milgrom und Jim Starlin / Marvel

So wurde Ende 1973 in der „Special Marvel Edition 15“ ein chinesischer Krieger eingeführt, der zum „Meister des Kung-Fu“ aufsteigen sollte. Sein Name: Shang-Chi.

Autor Steve Englehart und Zeichner Jim Starlin schufen mit ihm eine Figur, die sich vor allem durch eine Eigenschaft von anderen Marvel-Helden unterscheidet: Shang-Chi besitzt keine Superkraft. Er muss sich bei seinen Auseinandersetzungen mit Geheimbünden, Spionen und Ungeheuern auf seine antrainierten Kampfkünste verlassen. Diese erlernte er in seiner chinesischen Heimat von Kindheit an von seinem Vater.

Allerdings bricht für Shang-Chi im Alter von 19 Jahren seine bisherige Welt zusammen, als er erkennt, dass sein Vater Zheng Zu einen verbrecherischen Geheimkult anführt. Auch mit anderen Familienmitgliedern gerät er aneinander, so mit seinem Adoptivbruder M’Nai alias Midnight Sun.

Einen tieferen Einblick in die Familiengeschichte des Kung-Fu-Clans bietet der Comic „Brüder und Schwestern“ von 2020, erschienen im Sammelband „Shang-Chi: Tödlicher Drache“ (Panini, 124 S., 15 €).

Diversität auf der Leinwand

Hier trifft der Held auf seine totgeglaubte Halbschwester Shi-Hua, doch bleibt das Verhältnis der beiden durch die manipulative Prägung des Vaters angespannt. Seelische Erleichterung findet Shang-Chi erst, als er durch die Weisheit seines Onkels erleuchtet wird.

Shang-Chi und Leiko Wu in Aktion: Eine Kampfsequenz aus dem Sammelband „Shang-Chi: Tödlicher Drache“. Illustration: Dike Ruan / Philip Tan, Marvel Comics Vergrößern
Shang-Chi und Leiko Wu in Aktion: Eine Kampfsequenz aus dem Sammelband „Shang-Chi: Tödlicher Drache“. © Illustration: Dike Ruan / Philip Tan, Marvel Comics

Der Fünfteiler bietet mit Kurzauftritten von Figuren wie dem Drachen Fin Fang Foom oder Doctor-Strange-Gegner Dormammu und seinen Mindless Ones neues Material für Fans, eignet sich mit seiner abgeschlossenen Story und einsteigerfreundlichen Figurenkonstellation aber auch gut für Gelegenheitsleser.

Plakat des 25. Films aus dem „Marvel Cinematic Universe (MCU)“: Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings. Foto: Marvel Studios Vergrößern
Plakat des 25. Films aus dem „Marvel Cinematic Universe (MCU)“: Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings. © Marvel Studios

 Ab diesem Donnerstag landet Shang- Chi auch auf der großen Leinwand. In seinem ersten eigenen Kinofilm „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ wird er von Schauspieler Simu Liu verkörpert und kämpft dort unter anderem gegen den Mandarin, welcher im Comic ein klassischer Kontrahent von Iron Man ist. Mit dem asiatischen Faustkämpfer fördert Marvel die Diversität seiner Comic-Helden nun auch im Film.

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