Gijs Leenaars, Leiter des Rundfunkchor Berlin. Foto: Mike Wolff
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Chefdirigent Gijs Leenaars verlängert beim Rundfunkchor

Bis 2025 bleibt der Niederländer Gijs Leenaars Chefdirigent des Rundfunkchor Berlin. In der Saison 2019/20 plant er neue szenische Produktionen.

Bevor der Rundfunkchor Berlin seine Pläne für die neue Saison vorstellt, verbeugt er sich vor seinem Chefdirigenten. Gijs Leenaars, der das Ensemble mit großem Anklang seit Herbst 2015 führt, verlängert seinen Vertrag bis 2025. Der Niederländer will den Rundfunkchor „als Instrument weiter pflegen“. Dazu gehören auch neue szenische Produktionen, die an die Seite der Erfolgsproduktion „Human Requiem“ treten, das demnächst in Istanbul gastiert. 2019/20 will der Rundfunkchor mit „Time Travellers“ im Radialsystem einen Zeittunnel betreten und durch den Lebenslauf eines Menschen reisen. Leenaars wird auch das Festkonzert zum Mauerfall mit Bruckners e-moll-Messe in der Gedächtniskirche leiten.

Natürlich trägt der Rundfunkchor seinen Teil zum Beethoven-Jubiläum bei: Unter Kirill Petrenko singt er in der 9. Symphonie und im „Fidelio“, unter Simon Rattle im Oratorium „Christus am Ölberg“. Dem Jubilar gewidmet ist auch das Fest der Chorkulturen am 1. Mai 2020. Die britische Komponistin Roxanna Panufnik komponiert dazu das Auftragswerk „Ever Us“ für zehn Chöre und Orchester, das unmittelbar vor dem Finalsatz von Beethovens Neunter erklingt. Erwartet werden Chöre aus Singapur, Brasilien, Südafrika, Russland, Belgien, Philippinen, Norwegen/Slowenien, Libanon und den USA. Beim Mitsingkonzert werden 1500 Mitglieder von Berliner Schulchören den großen Saal der Philharmonie erobern. Mit dem Bildungsprogramm SING! ist der Rundfunkchor in 12 Grundschulen präsent, um mitzuhelfen, Singen zu einem natürlichen Ausdrucksmittel im Schulalltag zu machen. Im Rahmen seiner Lounges im Silent Green wird der Chor auch Musik der Spice Girls singen. „Zum ersten und wohl letzten Mal“, sagt Gijs Leenaars.

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