Scheu. Eberhard Havekost zeigt das Bild „Kein Foto bitte“ bei CFA. Foto: Galerie CFA
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Berliner Kunstwochenende Das sind die Highlights des Gallery Weekend

45 teilnehmende Galerien, Talks, Rundgänge und Kunstmessen: Was Sie beim Berliner Gallery Weekend 2019 nicht verpassen dürfen.

45 Galerien aus Berlin stemmen dieses Mal das Gallery Weekend – und mit den Ausstellungen, die am Freitag, den 26.4., gemeinsam von 18 – 21 Uhr eröffnen, kommen prominente Künstler in die Stadt. Der französische Bildhauer Bernar Venet zeigt monumentale Stahlskulpturen bei Blain Southern, der amerikanische Maler Jonathan Lasker hängt Bilder bei Thomas Schulte. Die neuen Räume von KOW im Galeriehaus Lindenstraße werden von Franz Erhard Walther mit seinen prozesshaften Stoffarbeiten bestückt.

Bei Neugerriemschneider definiert Altmeister Thomas Bayrle souverän seine Sicht auf das Massenprodukt iPhone, Eberhard Havekost, gebürtiger Dresdner, steht für die Wiederbelebung figürlicher Malerei, stellt bei Contemporary Fine Arts aus und dort am 27.4. um 16.30 Uhr auch seinen Katalog vor. Ausgebildet an Olafur Eliassons Institut für Raumexperimente, verkörpert Julien Charrière eine neue Kunst, die mit ästhetischen Mitteln den Raubbau von Ressourcen kritisiert (Galerie Dittrich & Schlechtriem). Sämtliche Ausstellungen haben am Samstag und Sonntag während der verlängerten Öffnungszeiten zum Weekend jeweils von 11–19 Uhr geöffnet. Mehr Infos: www.gallery-weekend-berlin.de.

Wer nicht alles schafft, der kann alle Arbeiten auch in den nächsten Wochen ansehen – doch die Intensität und Dichte an den kommenden drei Tagen ist schon außergewöhnlich. Hinzu kommen Talks, neue Projekte wie die Erweiterung der Galerie Thumm durch eine zusätzliche Halle – die von Fiona Banner aka The Vanity Press eröffnet wird – und temporäre Projekte. Nicht zu vergessen: die Kunstmesse Paper Positions, die bis 28.4. in der historischen Halle der Deutsche Telekom Hauptstadt Repräsentanz (Französische Str. 33 a-c) stattfindet. 48 Galerien widmen sich hier Arbeiten auf und mit Papier (www.paperpositions.com).

Künstler aus Syrien und Afghanistan

Traditionell findet an diesem Wochenende auch der Charlottenwalk statt – ein Galerierundgang dort ansässiger Galerien, die ihre Öffnungszeiten ebenfalls erweitern (www.charlottenwalk.de). Hier gibt es Sehenswertes unter anderem von Ilse Bing, David Connearn und Gerhard Lang, Philippe Decrauza, Okka Esther Hungerbühler oder Cornelia Schleime. Mit von der Partie sind auch die Auktionshäuser Grisebach mit einer Bauhaus-Ausstellung und Irene Lehr, die zur Vorbesichtigung ihrer 50. Versteigerung lädt.

Was Modeunternehmer Thomas Rusche – und vor ihm schon drei Generationen seiner Familie – gesammelt haben, ist am 27.4. von 10 – 16 Uhr noch einmal im Bankhaus Löbbecke M.M. Warburg & CO (Behrenstr. 36) zu sehen. Über Jahre stand die SØR Rusche Collection zum Gallery Weekend Neugierigen offen, Ende Mai kommt Kunst von Stephan Balkenhol, Leiko Ikemura, George Condo oder Alicja Kwade im Auktionshaus Van Ham zugunsten der Firma unter den Hammer.

Ebenfalls noch bis zum 27.4. hat im Bikini Haus Berlin (Budapester Str. 38-50) die Ausstellung „A Journey of Belonging. Part II“ geöffnet. Ein Projekt der engagierten Contemporary Arts Alliance Berlin, das sich auf zeitgenössische Künstler aus Syrien und Afghanistan konzentriert. Zum Abschluss der Schau findet am 26.4. und 27.4. jeweils von 16 –18 Uhr eine Performance von Fadi al-Hamwi statt. Der Künstler verarbeitet Tonnen von Zucker in einer Installation zu Bausteinen und gibt damit seiner Hoffnung für den Wiederaufbau seiner syrischen Heimat Ausdruck.

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