Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek und der künstlerische Leiter Carlo Chatrian stellen das Programm der 72. Berlinale vor. Foto: REUTERS/Markus Schreiber
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Berlinale stellt ihr Programm vor Filme von Nicolette Krebitz, Andreas Dresen und Ulrich Seidl im Bären-Wettbewerb

18 Filme konkurrieren bei der Berlinale um die Bären. Zu den Stars auf der Leinwand gehören Juliette Binoche, Sophie Rois, Alexander Scheer und Sigourney Weaver.


Im Wettbewerb der 72. Berlinale konkurrieren 18 Filme um den Goldenen Bären, darunter neue Werke von Nicolette Krebitz, Andreas Dresen, Claire Denis, Ursula Meier, Ulrich Seidl und Paolo Taviani. Festivalleiter Carlo Chatrian stellte das Programm in einer Online-Präsentation vor:

Dieses Jahr seien besonders viele Geschichten über die Liebe am Start, mehr als die Hälfte der Produktionen spielen in der Gegenwart, wobei nur zwei das Leben in der Pandemie schildern. Ungewöhnlich viele Filme spielten diesmal auf dem Land oder in der Peripherie der Städte, so Chatrian.

Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek betonte noch einmal, dass die Sicherheit des Publikums höchste Priorität habe. Zur Eröffnung am 10. Februar wird im Berlinale-Palast Francois Ozons auf Fassbinder rekurrierender Beitrag "Peter von Kant" gezeigt.

Die Premieren laufen bis zum 16. Februar, an dem abends bereits die Bären verliehen werden, bis zum 20. Februar folgen vier reine Publikumstage mit Wiederholungs-Vorführungen. Der Ticketverkauf beginnt am 7. Februar und wird ausschließlich online organisiert. Insgesamt werden 256 Lang- und Kurzfilme gezeigt, rund ein Viertel weniger als vor der Pandemie 2020.

In "A E I O U - Das schnelle Alphabet der Liebe" von Nicolette Krebitz spielt Sophie Rois die Hauptrolle, in Andreas Dresens "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" tritt Alexander Scheer auf, es geht darum, wie die Mutter des Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz für seine Freilassung kämpft.

In "En ligne" von Ursula Meier ist Valeria Bruni Tedeschi dabei, in Claire Denis' "Avec amour et acharnement" Juliette Binoche, Vincent Lindon, Grégoire Colin, und Bulle Ogier, in "Les passagers de la nuit" von Mikhaël Hers sind Charlotte Gainsbourg und Emmanuelle Béart zu sehen. Zum Cast von "Call Jane" von Phyllis Nagy aus den USA gehört Sigourney Weaver: die einzige Bären-Anwärterin, die keine Weltpremiere ist, sondern zuvor auf dem Sundance Filmfestival zu sehen sein wird.

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Für den zweiten Wettbewerb "Encounters" kündigte Chatrian 15 Weltpremieren an, darunter Ruth Beckermanns Dokumentarfilm "Mutzenbacher" und aus Deutschland Jessica Krummachers "Zum Tod meiner Mutter" sowie "Axiom" von Jöns Jönsson. Außerdem wurden unter anderem Filme von Bertrand Bonello, Arnaud de Pallièrs, Sho Miyake und Peter Strickland ausgewählt.

Die Reihe "Specials" und "Specials Gala" umfasst 15 Filme aus zwölf Ländern, darunter 6 dokumentarische Beiträge. Mit dabei sind "Occhiale neri" von Dario Argento mit Asia Argento, "Der Passfälscher" von Maggie Peren, "Eine deutsche Partei" von Simon Brückner über die AfD und Andrew Dominiks apokalyptisches Werk "This Much I Know To be True". Tsp

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