Adrian Piper mit dem Goldenen Löwen bei der 56. Biennale di Venezia. Foto: DPA
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Adrian Piper erhält den Käthe-Kollwitz-Preis

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New Yorkerin Künstlerin Adrian Piper, eine Leitfigur der amerikanischen Konzeptkunst, wird von der Akademie der Künste ausgezeichnet.

Sie ist eine der prägenden Konzeptkünstlerinnen der Gegenwart, bekannt für minimalistische Eingriffe, Soundarbeiten, Graffiti und soziale Interventionen. Nun bekommt Andrian Piper, die seit 2005 in Berlin lebt, den Käthe-Kollwitz-Preis 2018. Die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung werde im Herbst in Berlin übergeben, teilte die Akademie am Dienstag mit. Anlässlich der Preisvergabe sei auch eine Ausstellung in der Akademie am Pariser Platz geplant. Der Käthe-Kollwitz-Preis wird jährlich an einen bildenden Künstler vergeben.

Konzeptkunst, die für viele verständlich ist

„Ihr Einfluss auf Künstlerinnen, Künstler und ein internationales Publikum bleibt unkalkulierbar, aber nicht ohne Konsequenzen für unser alltägliches Leben und Handeln“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Akademie würdigte Piper als eine international arbeitende Künstlerin und analytische Philosophin, die seit Mitte der 60er Jahre die amerikanische Konzeptkunst maßgeblich mitgeprägt habe, hieß es. Die 1948 in New York geborene Adrian Piper lebt und arbeitet seit 2005 in Berlin, wo sie die Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin betreibt. Ihr künstlerisches Werk, zu dem unter anderem Papierarbeiten, Videos, Multimediainstallationen, Gemälde, Soundarbeiten sowie fotografisch- und textbasierte Grafiken zählen, befinde sich etwa im Museum of Modern Art und im Metropolitan Museum of Art in New York, im Museum of Contemporary Art in Los Angeles, im Centre Pompidou in Paris und in der Generali Foundation in Wien. 2015 erhielt sie den Goldenen Löwen der Biennale di Venezia. 2017 war eine Installation von Piper im Hamburger Bahnhof zu erleben, bei der Museumsbesucher sich ganz offiziell zu ehrlichem Handeln verpflichten konnten. Tsp/epd


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