Eins von sechs Berliner Windrädern steht im Stadtteil Buch. Foto: Jens Kalaene/dpa
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Konfliktpotential Energiewende Das sind Berlins Probleme bei der Standortsuche für Windräder

Kann Berlin überhaupt bauen? Und wenn ja: Wo und wie viele? Darum geht's in der neuen Podcastfolge „Berliner & Pfannkuchen“.

Deutschland will mehr Tempo bei der Energiewende. Bis 2030 sollen 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Ein Baustein dabei ist die Windkraft. Am Mittwoch befasst sich das Bundeskabinett mit dem Wind-an-Land-Gesetz, das die Länder zu einer prozentualen Bebauung ihrer Fläche mit Windrädern verpflichten soll. Größere Flächenländer wie Brandenburg oder Nordrhein-Westfalen etwa sollen 2 % ihrer Fläche für Windräder bereitstellen, bei den Stadtstaaten wie Berlin und Hamburg sind es 0,5%.

Marion Bons vom Beratungsunternehmen „Guidehouse“ hat die Flächenpotenziale in einer Studie für das Bundeswirtschaftsministerium berechnet. Im Podcast vom Tagesspiegel Checkpoint spricht er von einem hohen Flächenanteil in Berlin, der für die Bebauung mit Windrädern ungeeignet sei. Für 97,5 % der Fläche Berlins sei „meistens aus rechtlicher Sicht eine Nutzung durch Windenergie gar nicht erst möglich“, sagt Bons in seiner Sprachnachricht. Aus Lärmschutzgründen müssten immer gewisse Abstände zu Siedlungsgebieten einzuhalten und auch Straßen und Flughäfen dürften nicht in unmittelbarer Nähe sein.

Auf den verbleibenden 2,5%, die in Frage kämen, müsse man mit „Konflikten mit anderen Interessen“ rechnen, „die gegen eine Nutzung für die Windenergie sprechen können.“ Das könnte zum Beispiel den Natur- und Artenschutz betreffen. Insgesamt verblieben unter Berücksichtigungen der Konfliktrisiken „nur noch sehr wenige Flächen“. Welche Standorte trotz Konfliktpotenzial im Rennen um ein Windrad sind, und ob nicht andere Länder Platz für Berliner Windräder haben, hören Sie im Podcast.

Außerdem bei „Berliner & Pfannkuchen“: Moderatorin Annika Lau meldet sich mit einer Sprachnachricht zur Promihauptstadt Berlin: „In Berlin leben unglaublich viele prominente Menschen, und es ist ganz normal, dass man einen Prominenten auf der Straße trifft. Weil es so normal ist, werden die Prominenten auch in Ruhe gelassen, sie werden angeschaut, aber ganz heimlich und vorsichtig.“ Die heißesten Tipps, wo es in Berlin die meisten Promis zu sehen gibt, gibt's in der aktuellen Folge.

[Behalten Sie den Überblick: Jeden Morgen ab 6 Uhr berichten Chefredakteur Lorenz Maroldt und sein Team im Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint über Berlins wichtigste Nachrichten und größte Aufreger. Kostenlos und kompakt: checkpoint.tagesspiegel.de]

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(Sprach-)Nachrichten aus der Hauptstadt: Das Team vom Tagesspiegel Checkpoint empfängt jede Woche dreimal drei. Von Politikerinnen, Nachbarn, Kreativen, Originalen - und von Ihnen. Das etwas andere News-Update aus und mit Berlin. Montags, mittwochs und freitags, pünktlich zum Feierabend. Mit Ann-Kathrin Hipp, Lorenz Maroldt und Anke Myrrhe (und heute Julius Betschka). Redaktion: Joana Voss & Sinan Reçber. Produktion: Florian Zimmermann/der Apparat. Musik: Anke Myrrhe.

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