Titus Dittmann baute in den 80ern praktisch im Alleingang die deutsche Skateboardszene auf. Foto: dpa/Ina Fassbender
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Exklusiv Titus Dittmann Skateboard-Pionier tadelt Fridays-for-Future-Bewegung

Extremsport-Legende Titus Dittmann will nicht bei Schülerdemos mitlaufen - auch nicht für den Klimaschutz. Das hebele den Protest aus.

Der Skateboardpionier Titus Dittmann legt Wert auf die Schulpflicht. Im Interview mit dem „Tagesspiegel am Sonntag“ sagte der 70-Jährige, er finde „die Akzeptanz fürs Schuleschwänzen, um für das Klima zu demonstrieren, nicht korrekt“. Wenn Eltern und Politiker bei einer Schülerdemo mitlaufen, hebelten sie damit den ganzen Protest aus – schließlich seien es die Entscheidungen eben jener Erwachsenen, gegen die sich dieser Protest richte. Wenn Schüler dagegen dem Unterricht fernbleiben, müssten sie auch die Konsequenzen dafür tragen, unabhängig davon, ob sie für eine gute oder schlechte Sache eintreten.

Der studierte Lehrer fordert mehr „erwachsenenfreie Räume“ für Kinder. Jugendliche würden heute von morgens bis abends in Schulen oder Vereinen sitzen – stets unter der Aufsicht von Erwachsenen. Das sei für ihre Entwicklung hinderlich. „Ich sehe keine Balance mehr zwischen selbstbestimmtem und fremdbestimmtem Lernen.“ Darunter litten die Kinder sogar körperlich, weil sie „keine Möglichkeit mehr haben, sich auszuprobieren, Mutproben zu machen“.

Dittmann selbst baute in den 80er Jahren praktisch im Alleingang die Skateboard-Szene in Deutschland auf, mit seinem Label „Titus“ dominierte er über Jahrzehnte den Markt. Heute veranstaltet er unter anderem Skate-Workshops für Kinder mit ADHS. Die Störung wurde bei Dittmann erst vor wenigen Jahren selbst diagnostiziert.

Das vollständige Interview mit Titus Dittmann lesen Sie am Sonntag im Tagesspiegel oder ab Samstagabend im E-Paper.

 

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