Superheld liebt Journalist. Foto: DC Comics
© DC Comics

Supermans Sohn ist bisexuell Jon Kent verliebt sich in neuem Comic in einen Journalisten

Coming-Out im DC-Universum: Supermans Sohn Kent küsst in der neuen Ausgabe der Comicreihe den Reporter Jay Nakamura. Das Heft erscheint im November.

Aus Freundschaft wird Liebe: In einem neuen Comic verliebt sich der Sohn von Superman in einen Journalisten - und feiert damit sein Coming-out. Jon Kent, der Sohn von Clark Kent und Lois Lane, entdecke seine bisexuelle Identität, teilte der Verlag DC Comics mit.

Der junge Superheld hatte sich in einer vorherigen Ausgabe der Comicreihe "Superman: Son of Kal-El" mit dem Reporter Jay Nakamura angefreundet. In dem neuen Heft, das im November erscheinen wird, gibt es nun eine Kuss-Szene zwischen den beiden.

Fans äußerten sich im Netz positiv zu der neuen Wendung der Geschichte

Laut dem Verlag ist Jon Kent in der neuen Geschichte "geistig und körperlich ausgebrannt, weil er versucht hat, jeden zu retten, den er retten kann". In diesem Moment sei sein Freund Jay da, "um sich um den Mann aus Stahl zu kümmern".

"Ich habe immer gesagt, dass jeder Mensch Helden braucht und das Recht hat, sich in diesen Helden wiederzufinden", erklärte dazu der Autor des Comics, Tom Taylor. "Heute können sich mehr Menschen im mächtigsten Superhelden der Comics wiederfinden."

Viele Fans brachten in den Onlinenetzwerken ihre Freude über diese Entwicklung zum Ausdruck. "Diese Nachricht über Superman freut mein schwules Herz", erklärte der US-Schauspieler Anthony Rapp auf Twitter. Er wisse, "welche positiven Auswirkungen sie auf so viele junge Menschen heute und in Zukunft haben wird".

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Der neue Superman aus "Son of Kal-El" ist schon vorher ein anderer Superheld als sein Vater: Er kämpft unter anderem gegen durch den Klimawandel ausgelöste Waldbrände und die Abschiebung von Flüchtlingen.

Die US-Comicszene ist zunehmend darum bemüht, Diversität und verschiedene sexuelle Identitäten abzubilden. So tritt in der Reihe "Aquaman" ein Schwarzer, schwuler Held auf, während sich Batmans Assistent Robin kürzlich als bisexuell outete.

Die heutige Gesellschaft sei offener als früher, sagte der Leiter der Comic- und Cartoon-Studien an der Universität von Oregon, Ben Saunders, der Nachrichtenagentur AFP. Das sei ein "absoluter Segen": "Eine Folge davon könnte sein, dass die Mainstream-Kultur begriffen hat, was manche Leute schon immer wussten: Superhelden waren, zumindest potenziell, schon immer ein bisschen queer". (AFP)

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