In Shanghai wartet ein Patientin auf ihre Augenoperation. Foto: REUTERS/Nir Elias/File Photo
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Wachsende Beauty-Industrie China will Werbung für Schönheitsoperationen eindämmen

Die chinesische Regierung will Werbeanzeigen für Schönheitsoperationen strenger regulieren. Seit Monaten zieht Peking die Daumenschrauben in verschiedenen Bereichen an.

China sagt der Werbung für boomende Schönheitsoperationen den Kampf an. Es sei zwingend nötig und dringend, die Anzeigen auf Postern und Bahnhöfen, in Fernsehsendungen oder Sozialen Medien zu regulieren, da sie überhand nähmen und einige falsche Behauptungen aufstellten, schrieb die regierungsnahe Zeitung "People's Daily" in einem am Dienstag auf seiner Internetseite veröffentlichten Kommentar.

Einige Anzeigen würden gutes Aussehen mit "hoher Qualität" und "Erfolg" verbinden und Geschichten erzählen, wonach Schönheitsoperationen das Schicksal verändern könnten. Im August hatte die zuständige Wettbewerbsbehörde bereits Regeln entworfen.

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Die Schönheitsindustrie ist nicht der erste Sektor, den sich die chinesische Regierung vorknöpft, um ihn zu regulieren. Seit Monaten zieht Peking die Daumenschrauben in verschiedenen Bereichen wie Technologie, Bildung und Immobilien an, um nach Jahren der Lockerung die Kontrolle über die Wirtschaft und Gesellschaft wieder auszubauen.

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Schönheitsoperationen und medizinisch-ästhetischen Behandlungen wie Augen- oder Nasen-Operationen stark gestiegen. Viele Chinesen streben nach einem westlichen Aussehen. Es gab immer wieder Fälle, in denen Patienten nicht ausreichend über die Risiken informiert wurden. Der zuständige Verband rechnet laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua damit, dass der Markt für Schönheitsoperationen in der Volksrepublik bis 2022 auf rund 46,5 Milliarden Dollar wächst. (Reuters)

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