Papst Franziskus beim Auftakt der durch die Corona-Pandemie eingeschränkten österlichen Zeremonien. Foto: Alessandro Di Meo/REUTERS
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Osterfeiern im leeren Petersdom Papst Franziskus feiert Gründonnerstag ohne Gläubige

Im leeren Petersdom eröffnet Papst Franziskus die Feiern der Kar- und Ostertage. Die Messe am Gründonnerstag findet fast ohne Teilnehmer statt.

Papst Franziskus hat zum Auftakt der durch die Corona-Pandemie eingeschränkten österlichen Zeremonien eine feierliche Abendmahlsmesse begangen. Am Gründonnerstag war das katholische Kirchenoberhaupt dabei im Petersdom fast alleine. 

Außer Personen mit liturgischen Aufgaben wohnten ihr nur rund ein Dutzend Ordensfrauen, Geistliche und Laien in getrennten Bänken bei. Foto: Alessandro Di Meo/REUTERS Vergrößern
Außer Personen mit liturgischen Aufgaben wohnten ihr nur rund ein Dutzend Ordensfrauen, Geistliche und Laien in getrennten Bänken bei. © Alessandro Di Meo/REUTERS

Mit ihm begingen nur wenige kirchliche Würdenträger die Messe. Der 83-jährige Papst erinnerte an Priester, Ärzte und Pfleger, die in der Corona-Krise Großes leisten würden und von denen viele an der Covid-19-Krankheit gestorben seien.

[Alle aktuellen Entwicklungen in Folge der Coronavirus-Pandemie finden Sie hier in unserem Newsblog. Über die Entwicklungen speziell in Berlin halten wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.]

Franziskus bekundete in seiner Predigt Verbundenheit mit den katholischen Priestern weltweit. Besonders erinnerte er an die Geistlichen, die wie auch Ärzte und Pfleger in der Coronakrise ihr Leben ließen. Sie seien „Heiligen von nebenan“. „Heute seid ihr Mitbrüder im Priesteramt alle mit mir am Altar“, sagte er.

Er rief Priester auf, „mutig“ im Vergeben und Trösten zu sein. Gleichzeitig sollten sie Jesu Dienst an sich selbst zulassen und daraus die Kraft gewinnen, „anderen die Füße zu waschen“. Es sei schwer zu verstehen, dass man Gott als Diener für sich annehmen müsse, um ins Himmelreich zu kommen, so der Papst.

Fußwaschung fällt aus

Die traditionelle Fußwaschung war wegen der Gesundheitsrisiken abgesagt worden. Auch andere Teile der Feier entfielen. Am Gründonnerstag beginnt für die Christen weltweit das Erinnern an Leiden, Tod und Auferstehung Jesu.

Hintergrund zum Coronavirus: 

Auch die traditionelle Kreuzweg-Prozession am Abend des Karfreitags sollte wegen der Corona-Krise ohne Pilger stattfinden. Normalerweise reisen Tausende Gläubige aus aller Welt für dieses bewegende Ritual vor Ostern nach Rom. 

Bei der Prozession werden das Leiden Jesus' und sein Weg zum Tod am Kreuz traditionell in 14 Stationen nachstellt. Die katholische Kirche hat auch diese Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie vom Kolosseum auf den Petersplatz verlegt. Alles wird per Live-Stream im Netz zu sehen sein.

Für gläubige Christen ist Ostern das wichtigste religiöse Fest. Italien ist von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. (dpa,KNA)

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