Die Friedensnobelpreisträger Maria Ressa und Dmitri Muratow. Fotos: Eloisa Lopez/Reuters und Juri Kadobnow/AFP
© Fotos: Eloisa Lopez/Reuters und Juri Kadobnow/AFP

Update Maria Ressa und Dmitri Muratow Friedensnobelpreis geht an zwei Journalisten

Für ihre Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit: Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland erhalten den Friedensnobelpreis.

Die beiden Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland erhalten in diesem Jahr den Friedensnobelpreis. Das gab das norwegische Nobelkomitee am Freitag bekannt.

Sie bekommen den Preis für ihre Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden sei, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, bei der Bekanntgabe in Oslo. Mit ihrer Auszeichnung solle die Bedeutung des Schutzes der Meinungs- und Pressefreiheit unterstrichen werden.

Im vergangenen Jahr ging der Preis an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, das damit unter anderem für seinen Kampf gegen den Hunger in der Welt geehrt wurde. Wie im Vorjahr sind die Nobelpreise wieder mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 980.000 Euro) pro Kategorie dotiert.

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Der Friedensnobelpreis gilt als die renommierteste politische Auszeichnung der Welt. 329 Kandidaten - 234 Persönlichkeiten und 95 Organisationen - sind diesmal nominiert worden. Das ist die drittgrößte Zahl an Nominierten überhaupt. Die Namen der Nominierten werden traditionell 50 Jahre lang geheim gehalten.

Ex-Bundeskanzler Willy Brandt als letzter deutscher Preisträger wurde 1971 für seine Ostpolitik ausgezeichnet, die zur Entspannung im Kalten Krieg beigetragen hatte.

Die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer (M,l) aus Deutschland und Greta Thunberg (M,r) aus Schweden nehmen an einer Demonstration der Bewegung «Fridays for Future» teil. Foto: Jörg Carstensen/dpa Vergrößern
Die Klimaaktivistinnen Luisa Neubauer (M,l) aus Deutschland und Greta Thunberg (M,r) aus Schweden nehmen an einer Demonstration der Bewegung «Fridays for Future» teil. © Jörg Carstensen/dpa

In dieser Woche wurde bereits die Preisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Literatur bekanntgegeben. Darunter waren mit dem Meteorologen Klaus Hasselmann und dem Chemiker Benjamin List auch zwei Deutsche. Am kommenden Montag folgt zum Abschluss noch der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Der neue Friedensnobelpreisträger wird als einziger der Preise nicht in Stockholm, sondern in Oslo verkündet. Verliehen werden die Auszeichnungen traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel (1833-1896). (dpa)

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