Demonstrierende protestieren vor dem Obersten Gerichtshof der USA. Foto: Stefani Reynolds / AFP
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Kritik an Urteilsentwurf des Obersten Gerichts Mehrere US-Metropolen erwarten Großdemos für das Recht auf Abtreibungen

Der Supreme Court in den USA droht, die Grundsatzentscheidung „Roe v. Wade“ zu kippen. Zahlreiche Organisationen rufen für Samstag zum Protest auf.

Befürworter des Rechts auf Schwangerschaftsabbrüche wollen am Samstag in den USA landesweit gegen die drohende Aufhebung des Grundsatzurteils „Roe v. Wade“ demonstrieren. Mit diesem Gesetz verankerte der Oberste Gerichtshof 1973 ein verfassungsmäßiges Recht auf Abtreibungen. Nun könnte dieses gekippt werden.

Geplant sind unter anderem Protestmärsche in den Großstädten Austin, Chicago, Los Angeles, New York und Washington. „Wir erwarten dabei hunderttausende Menschen." sagte Kelley Robinson von Planned Parenthood. Außerdem seien hunderte weitere Veranstaltungen im ganzen Land geplant.

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„Wir werden landesweit unsere Empörung zum Ausdruck bringen“, sagte Robinson, deren Organisation zahlreiche Abtreibungskliniken betreibt. „Wir können uns nicht den Luxus leisten, Zeit zu verschwenden. Wir handeln jetzt.“

Rachel Carmona von der Organisation Women's March sagte, die Demonstrationen am 14. Mai seien erst der Anfang. „Das wird ein Sommer der Wut.“

Das Nachrichtenportal „Politico“ hatte vergangene Woche einen durchgestochenen Urteilsentwurf des Obersten US-Gerichtshof veröffentlicht, der das landesweit geltende Grundrecht auf Abtreibungen abschaffen würde. Die konservative Mehrheit am Supreme Court will demnach das seit fast 50 Jahren geltende Grundrecht auf Schwangerschaftabbrüche kippen.

Die Enthüllung stieß bei Frauenrechtsorganisationen und bei Politikern der Demokratischen Partei von Präsident Joe Biden auf empörte Reaktionen. Bereits unmittelbar nach Veröffentlichung des „Politico“-Berichts versammelten sich Demonstranten vor dem Supreme Court in Washington.

Der Gerichtshof hat die Echtheit des Urteilsentwurfs bestätigt, zugleich aber betont, es handle sich noch nicht um eine endgültige Entscheidung. Das Urteil wird Ende Juni erwartet.

Ein Aus für „Roe v. Wade“ würde den Bundesstaaten freie Hand bei Gesetzen zum Abtreibungsrecht lassen. Rund die Hälfte der 50 Bundesstaaten dürfte das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche in der Folge abschaffen oder stark einschränken.

Zuletzt hatten mehrere Bundesstaaten in den USA bereits rechtlich fragwürdige Abtreibungsgesetze erlassen. (AFP)

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