Die Ampel-Parteien wollen Cannabis für den Genuss legalisieren. Bald könnte Hanf in lizenzierten Geschäften frei verkauft werden. Foto: Fabian Sommer/dpa
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Kontrollierte Abgabe oder laxe Drogenpolitik? Cannabis-Legalisierung in der Gesellschaft umstritten

Die künftige Ampel-Koalition will den Verkauf und den Konsum von Cannabis legalisieren. Einer Umfrage zufolge reagieren die Deutschen gemischt auf das Vorhaben.

Die geplante Legalisierung von Cannabis spaltet einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zufolge die Menschen in Deutschland. 43 Prozent sprachen sich in einer Befragung für die „Augsburger Allgemeine“ (Montag) für die Idee der künftigen Ampel-Koalition aus. Genauso viele lehnen sie ab.

Auch durch die Generationen geht ein Riss. Zwei Drittel der 18- bis 29-Jährigen sind laut Umfrage dafür, Cannabis freizugeben, zwei Drittel der über 65-Jährigen sind dagegen oder unentschieden.

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Die künftige Koalition plant eine „kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften“. Dadurch würden „die Qualität kontrolliert, die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindert und der Jugendschutz gewährleistet“, heißt es im Koalitionsvertrag.

CSU-Generalsekretär Markus Blume lehnte die Ampel-Pläne ab und warnte in der Zeitung: „Cannabis ist und bleibt eine Einstiegsdroge.“ Blume fügte hinzu: „An den Niederlanden sieht man, wohin eine laxe Drogenpolitik ein Land führt: zu einem Tummelplatz für die Organisierte Kriminalität.“ (dpa)

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