Polizeibeamte suchen nahe des Tatorts, an dem zwei Polizeibeamte durch Schüsse getötet wurden, die Straße ab. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Getötete Polizisten in der Pfalz Verdächtige werden dem Haftrichter vorgeführt

Am Nachmittag soll es eine Pressekonferenz im Fall der erschossenen Polizisten geben. Die beiden Verdächtigen werden derweil dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Im Fall der tödlichen Schüsse auf zwei Polizisten in Rheinland-Pfalz wollen sich die Ermittler am frühen Dienstagnachmittag äußern und möglicherweise neue Ermittlungsergebnisse verkünden. Voraussichtlich um 14 Uhr werde es eine Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft geben, sagte ein Sprecher am Dienstagmorgen in Kaiserslautern. Die Ermittlungen gehen derweil mit Hochdruck weiter.

Die Fahndungsmaßnahmen hätten in der Nacht angedauert, hieß es. An diesem Dienstag sollen die beiden Tatverdächtigen dem Haftrichter vorgeführt werden.

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Am frühen Montagmorgen waren eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin und ein 29 Jahre alter Oberkommissar bei einer Verkehrskontrolle an einer Kreisstraße in der Pfalz in der Nähe der Kreisstadt Kusel erschossen worden. Am Montagabend wurden zwei Verdächtige festgenommen.

Genauer Hergang der Tat weiter unklar

Die Beamten hatten nach Angaben aus Sicherheitskreisen zuvor per Funk gemeldet, in einem Fahrzeug sei totes Wild gefunden worden. Später meldeten sie „Die schießen“.

Der Polizist soll am Tatort noch mehrere Schüsse abgegeben haben - ob es Warnschüsse waren oder der Beamte einen Tatverdächtigen verletzte, war noch unklar. Die Waffe seiner Kollegin kam offensichtlich nicht zum Einsatz.

Blumen und Kerzen am Eingang der Polizei in Kusel. Foto: Harald Tittel/dpa Vergrößern
Blumen und Kerzen am Eingang der Polizei in Kusel. © Harald Tittel/dpa

Während die junge Frau, die noch an der Hochschule der Polizei studierte, nach Polizeiangaben sofort tot war, habe ihr Kollege zunächst noch gelebt. Er sei gestorben, als die Rettungskräfte eintrafen.

Festgenommene schweigen bisher

Zunächst stellte sich ein 38-Jähriger - ein Wildhändler aus dem saarländischen Kreis Neunkirchen - der Polizei, nachdem sie öffentlich nach ihm gefahndet hatte. Der Verdächtige habe sich über seine Anwältin gemeldet und sei vor einem Haus im saarländischen Sulzbach festgenommen worden.

In dem Haus wurde auch ein 32 Jahre alter Verdächtiger festgenommen. In welchem Zusammenhang er zu den Schüssen stehe, müssten die Ermittlungen ergeben, hieß es. Beide Männer hätten sich zunächst nicht zur Sache geäußert, hatte die Polizei erklärt. (dpa)

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