Das Weiße Haus in den Regenbogen-Farben (Archivbild von 2015) Foto: AFP/Molly Riley
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Geschlechtervielfalt auf Reisedokumenten USA stellen ersten Pass für Nicht-Binäre aus

Die USA gehen einen weiteren Schritt bei der Anerkennung von nicht-binären Personen. Damit nähert sich auch die US-Bürokratie der Geschlechterrealität an.

Die USA haben den ersten Reisepass mit der Angabe „X“ für ein drittes Geschlecht ausgestellt. „Wir freuen uns darauf, diese Option allen routinemäßigen Passantragstellern anbieten zu können, sobald wir die erforderlichen System- und Formularaktualisierungen Anfang 2022 abgeschlossen haben“, teilte das US-Außenministerium am Mittwoch mit.

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Statt eines „M“ für „male“ (männlich) oder „F“ für „female“ (weiblich) besteht nun für Menschen, die sich keinem dieser beiden Geschlechter zuordnen, die Möglichkeit, ein „X“ eintragen zu lassen.

Das Ministerium hatte die neue Regelung bereits im Sommer angekündigt. Zuvor mussten US-Amerikaner:innen ein ärztliches Attest vorlegen, wenn sie in ihrem Pass ein von ihrer Geburtsurkunde abweichendes Geschlecht angeben wollten.

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Damit ist die USA das 19. Land, in dem auf der Geburtsurkunde oder dem Reisepass ein Geschlecht abweichend von Mann oder Frau stehen darf. In Deutschland gibt es für Personen, die nicht in das binäre System passen, seit 2019 im Reisepass die Kategorie „divers“.

Geschlechtliche Identität hat viele Formen: Nicht alle Menschen ordnen sich in die binären Kategorien Frau oder Mann ein. (mit dpa)

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