Der Schütze des Schulmassakers in Parkland hat sich schuldig bekannt. Foto: Amy Beth Bennett/AFP
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Er ermordete 17 Menschen Schütze von Schulmassaker in Parkland bekennt sich schuldig

Dreieinhalb Jahren nach dem Massaker in Parkland hat sich der Täter des 17-fachen Mordes schuldig bekannt. Er entschuldigte sich vor Gericht unter Tränen.

Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem Schulmassaker von Parkland im US-Bundesstaat Florida mit 17 Toten hat sich der Schütze schuldig bekannt und für die Tat entschuldigt.

"Was ich getan habe, tut mir sehr leid, und ich muss jeden Tag damit leben", sagte Nikolas Cruz am Mittwoch vor einem Gericht in Fort Lauderdale. Der 23-Jährige bekannte sich des 17-fachen Mordes und 17-fachen Mordversuchs und damit in allen Anklagepunkten schuldig.

Damit entfällt ein Prozess zur Klärung der Schuldfrage. Es wird aber eine Gerichtsverhandlung über das Strafmaß geben, über das letztlich eine Jury aus Geschworenen entscheidet. Cruz droht die Todesstrafe, mindestens aber eine lebenslange Gefängnisstrafe ohne Aussichten auf eine vorzeitige Haftentlassung. Mit der Auswahl der Geschworenen soll am 4. Januar begonnen werden, wie Richterin Elizabeth Scherer ankündigte.

Cruz sagte nach dem Schuldbekenntnis mit tränenerstickter Stimme an die Opferfamilien gewandt: "Ich denke, es ist Ihre Entscheidung, wohin ich gehe, ob ich lebe oder sterbe, nicht die Entscheidung der Jury." Er leide unter "Albträumen", und "ich kann manchmal nicht mit mir leben", sagte der 23-Jährige. "Wenn ich eine zweite Chance bekommen würde, würde ich alles in meiner Macht Stehende tun, um Anderen zu helfen."

Der damals 19-Jährige hatte am Valentinstag 2018 mit einem halbautomatischen Gewehr das Feuer auf Schüler und Lehrer seiner ehemaligen Schule, der Marjory Stoneman Douglas High School, eröffnet. Er tötete 17 Menschen und verletzte 17 weitere. Der Angriff in Parkland war eines der schlimmsten Schulmassaker in der US-Geschichte.

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Cruz hatte die Waffe legal erwerben können, obwohl er in der Vergangenheit unter psychischen Problemen gelitten hatte. Er war aus disziplinarischen Gründen von der Schule verwiesen worden und galt als Waffennarr.

Überlebende der Attacke setzten bereits kurz nach dem Blutbad eine landesweite Schülerbewegung für schärfere Regulierungen des Waffenbesitzes in Gang. Einen Monat nach dem Massaker demonstrierten hunderttausende Menschen in Washington beim "March for Our Lives" (Marsch für unsere Leben). Verschärfungen des Waffenrechts blieben aber weitgehend aus.

Das Waffenrecht ist in den USA ein hochkontroverses Thema. Vorstöße für eine Verschärfung des Waffenrechts scheitern immer wieder am Widerstand der konservativen Republikaner und der einflussreichen Waffenlobby.

US-Präsident Joe Biden hat seit seinem Amtsantritt mehrere Dekrete zur Eindämmung der Schusswaffengewalt erlassen. Für weitergehende von ihm gewollte Maßnahmen - Hintergrundüberprüfungen für alle Waffenverkäufe sowie ein Verbot von Sturmgewehren und Magazinen mit hoher Kapazität - bräuchte er allerdings den Kongress. Die oppositionellen Republikaner können aber Gesetzesinitiativen im Senat mit einer Sperrminorität blockieren. (AFP)

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