Eine Draufsicht auf die israelische Mittelmeerstadt Tel Aviv. Foto: AFP/Gil COHEN-MAGEN
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Economist-Ranking Nicht mehr Paris – Tel Aviv ist teuerste Stadt der Welt

Zürich, Hongkong und New York zählen zu den teuersten Städten der Welt. Berlin ist die billigste erfasste Stadt in Deutschland, Frankfurt die teuerste.

Die israelische Küstenmetropole Tel Aviv ist einer Analyse des britischen „Economist“-Magazins zufolge inzwischen die teuerste von den erfassten Städten weltweit. Sie löst damit die französische Hauptstadt Paris ab, die nun gemeinsam mit Singapur den zweiten Platz belegt.

Dahinter folgt den am Mittwoch veröffentlichten Daten der Economist Intelligence Unit (EIU) zufolge das Schweizer Finanzzentrum Zürich vor Hongkong und New York.

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Berlin rutschte gegenüber dem Ranking vor einem Jahr acht Plätze nach unten auf Rang 50 und ist damit die billigste der sechs im Index erfassten deutschen Städte. Die teuerste ist Frankfurt, das im internationalen Vergleich auf Platz 19 steht.

Den letzten Platz in der Studie mit dem Titel „Worldwide Cost of Living (WCOL)“ nimmt die syrische Hauptstadt Damaskus ein. Damaskus bleibt demnach die billigste Stadt der Welt. Die Preise in US-Dollar sind seit letztem Jahr aufgrund der kriegszerrütteten syrischen Wirtschaft gefallen.

Paris ist als teuerste Stadt der Welt abgelöst worden. Foto: imago images/Photocase/R. Classen Vergrößern
Paris ist als teuerste Stadt der Welt abgelöst worden. © imago images/Photocase/R. Classen

Gründe für gestiegene Lebenshaltungskosten in den Städten der Welt:

  • Inflationsrate der Preise: Die weltweiten Lebenshaltungskosten in den Städten steigen so schnell wie in den vergangenen fünf Jahren nicht mehr.
  • Lieferketten: Zu den Preiserhöhungen in den Städten haben auch die weltweiten Lieferkettenprobleme beigetragen
  • Corona: Die Covid-19-Pandemie und damit einhergehende soziale Beschränkungen beeinträchtigen zudem die Produktion und den Handel auf der ganzen Welt.

Lieferkettenprobleme und die Corona-Maßnahmen, die Produktion und Handel einschränkten, haben laut einer Mitteilung zu dem Index dazu beigetragen, dass die Lebenshaltungskosten für viele Stadtbewohner gestiegen sind.

Im Durchschnitt sind die Preise für Waren und Dienstleistungen, die in den weltweiten Lebenshaltungskosten (WCOL) erfasst werden, gegenüber dem Vorjahr (Anstieg von 1,9 Prozent) um 3,5 Prozent gestiegen, heißt es. Demnach stiegen die Transportkosten am stärksten. Der Hauptgrund dafür sind steigende Ölpreise. Aber auch in den Bereichen Freizeit, Tabak und Körperpflege gibt es laut Studie starke Preisanstiege.

Deutsche Autofahrer haben es dem Index zufolge vor allem in Hamburg schwer: Die Hansestadt liegt auf Platz fünf der Städte mit den höchsten Benzinpreisen aller erfassten Städte weltweit. Auch in den Kategorien Freizeit, Tabak und Körperpflege mussten Verbraucher weltweit deutlich mehr Geld hinlegen.

Insgesamt werden in der Studie die Lebenshaltungskosten in 173 Städten weltweit erfasst und miteinander verglichen. Im Fokus stehen die Preise für 200 Güter und Dienstleistungen. Diese Zahlen schließen vier Städte aus, die unter einer sehr hohen Inflation leiden: Caracas, Damaskus, Buenos Aires und Teheran. (Tsp mit dpa)

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