Rettungsgasse im Stau hinter einer Unfallstelle auf der Autobahn 14 bei Tornau (Sachsen-Anhalt) Foto: dpa/Jan Woitas
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Deutsches Rotes Kreuz Rettungsgassen bei 80 Prozent aller Einsätze blockiert

Rettungsteams des Roten Kreuzes verlieren bei ihren Einsätzen im Schnitt fünf Minuten Zeit - weil Autofahrer die Rettungsgassen zu Unfallorten versperren.

80 Prozent aller Rettungseinsätze bundesweit werden nach einer Umfrage des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) durch blockierte Rettungsgassen erschwert. Der durchschnittliche Zeitverlust der Helfer wird nach Angaben von DRK-Bundesarzt Peter Sefrin auf bis zu fünf Minuten geschätzt, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtete, der auch die Umfrage vorlag. „Diese Zahlen sind erschreckend. Gerade wenn es um Menschenleben geht, zählt jede Sekunde“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt der Zeitung

An der Umfrage haben sich 96 Rettungsteams des DRK aus Baden-Württemberg, Bayern, dem Saarland, Niedersachsen, Berlin und Sachsen beteiligt.

Zur Abschreckung waren die Bußgelder im Oktober 2017 drastisch erhöht worden. Eine Rettungsgasse zu blockieren kann 320 Euro maximal plus Fahrverbot kosten.

„Sollten wir feststellen, dass wir mit der jetzigen Höhe der Bußgelder nicht die erhoffte Wirkung erreichen, müssen wir über weitere Erhöhungen nachdenken“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius der „NOZ“. (dpa)

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