Schauspielerin Amber Heard im Gerichtssaal. Foto: Steve Helber/Reuters
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Bodyguard sagt aus Amber Heard soll Johnny Depp mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben

Depps Ex-Frau soll handgreiflich geworden sein, sagt sein Sicherheitsmann vor Gericht. Das Ex-Paar verklagt sich gegenseitig.

In der "Washington Post" warf Amber Head ihrem Ex-Mann und Hollywood-Star Johnny Depp 2018 häusliche Gewalt vor. Im laufenden Gerichtsprozess des Ex-Paares hat nun Depps langjähriger Bodyguard gegen Heard ausgesagt: Während einer heftigen Auseinandersetzung soll die Schauspielerin Depp mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Der Sicherheitsmann habe öfters beobachtet, wie das Ex-Paar heftig stritt. Das schilderte er am Montag auf dem Zeugenstand dem Gerichtssaal, dem per Video zugeschaltet war. Dabei kam es nach seinen Aussagen zu wüsten Beschimpfungen, teilweise soll Heard auch handgreiflich geworden sein. Unter anderem habe die Schauspielerin eine Red-Bull-Dose nach ihrem Ex-Mann geworfen und ihn bespuckt.

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Auch Johnny Depp sei aufbrausend gewesen: Während eines Streits habe er Heards Kleidung aus dem Schrank gerissen und diese auf den Boden geschmissen. Geschlagen habe Depp seine Ex-Frau allerdings nie, sagt McGivern. Depp hatte zuvor unter Eid erklärt, Heard niemals geschlagen zu haben.

Amber Heard feuert ihre PR-Beratung

Nicht nur Heads vermeintlichen Handgreiflichkeiten machen Schlagzeilen: Die Presse hat wenig positive Worte für Schauspielerin Amber Heard übrig, seit sie im Rechtsstreit mit Ex-Mann und Hollywood-Star Johnny Depp vor Gericht steht.

Das scheint Heard nun ändern zu wollen: Nach der negativen Berichterstattung über den aufsehenerregenden Prozess hat sich die Schauspielerin kurzerhand von ihrem PR-Team getrennt. Die britische Zeitung „The Independent“ berichtet, dass Heard von der Beratungsfirma „Precision Strategies“ zu „Shane Communications“ wechselt. „Ihr gefallen die negativen Schlagzeilen nicht“, sagt eine Quelle gegenüber der amerikanischen Zeitung „New York Post“.

International berichten Medien über die Schlammschlacht der beiden Hollywood-Stars. Live-Übertragungen des Gerichtsprozesses haben auf YouTube zum Teil über eine Million Aufrufe. Inmitten des Prozesses haben mehr als drei Millionen Menschen in einer Petition gefordert, Heards Rolle aus ihrem neuen Film „Aquaman 2“ zu streichen. Der Film wurde im Januar 2022 fertiggestellt und soll Anfang 2023 in den deutschen Kinos anlaufen.

Ex-Paar Johnny Depp & Amber Heard verklagt sich gegenseitig

In seiner Zivilklage hält Depp er seiner Ex-Frau vor, in einem 2018 von der „Washington Post“ veröffentlichten Kommentar zum Thema häusliche Gewalt falsche Aussagen gemacht zu haben. Dies habe seinem Ruf geschadet. Depp wird in dem Artikel nicht namentlich erwähnt. Wegen Verleumdung klagt er auf rund 50 Millionen Dollar (gut 45 Millionen Euro) Schadenersatz.

Heard hat mit einer Gegenklage reagiert. Sie verlangt von Depp 100 Millionen Dollar Schadenersatz und wirft ihm "ungezügelte physische Gewalt" vor.

Die beiden Schauspieler waren von 2015 bis 2017 verheiratet. 2011 haben sie sich bei einem Filmdreh kennengelernt. Der Gerichtsprozess läuft seit dem 11. April und soll mehrere Wochen dauern. (mit dpa)

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