Grün gegen Drogen

Romantischer geht's nicht: Rudern im Central Park. Foto: imago/Westend61
New-York-Tipps Der Big Apple abseits der Trampelpfade

Natürlich gibt es den Central Park und die High Line und Governors Island, jene Insel südlich von Manhattan, die inzwischen von Frühling bis Herbst als herrlicher Vergnügungs-Park der eigenen, friedlichen Art dient. Sollte man alle besuchen, unbedingt. Aber wer wissen will, wie und wo das Urban Gardening begann, und ein Gefühl für das New York der 70er, 80er bekommen möchte, sollte sich unbedingt die Community Gardens im East Village ansehen. Auf Brachen in der runtergerockten Gegend legten Anwohner damals Blumen und Grün an, um Drogen und Kriminalität etwas entgegenzusetzen. Standhaft haben die Gärten die Gentrifizierung des Viertels überlebt und sehen noch immer ziemlich selbst gebastelt aus.

All People’s Garden, z.B.:

293-295 East 3rd St, Lower East Side

www.grownyc.org/gardens/manhattan

Eingefleischte Manhattaniten kennen dieses Kleinod nicht, da sie freiwillig keinen Fuß nach Queens setzen. Wie dumm von ihnen. In New Yorks multikulturellstem Bezirk, und dort im kleinbürgerlichen Viertel Corona liegt nämlich ein nationales Denkmal besonderer Art: Das Häuschen, in dem Louis Armstrong mit seiner vierten Frau Lucille lebte. 2003 wurde ihr Heim als Museum eröffnet, alles ist noch so (und so vollgestopft), wie es zu Lebzeiten war, einschließlich der blauen Küche und dem goldenen Klo. Man hört Old Satchmo singen, lachen und reden: über Rosenkohl. Beim Essen mit Gästen ließ der Musiker das Tonband mitlaufen. Herzerfrischend, herzergreifend.

Louis Armstrong House Museum:

34-56 107th St, Corona, Queens

www.louisarmstronghouse.org

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