"Die beiden harmonieren unfassbar gut", heißt es beim RBB zur Besetzung des "Riverboat Berlin" mit dem Moderatorenduo Sebastian Fitzek und Kim Fisher. Foto: RBB
© RBB

Talksender RBB „Riverboat Berlin“ bekommt bald Gesellschaft

Am Freitag startet das „Riverboat Berlin“. Für das kommende Jahr werden Moderatoren für eine tägliche Gesprächssendung im RBB-Vorabend gesucht.

Als die MDR-Talkshow „Riverboat“ 1992 erstmals auf Sendung ging, hieß sie noch „MDR Club“ und wurde vom Elb-Schiff „Florentina“ in Dresden übertragen. An ein Schwesterschiff auf der Spree hat da niemand gedacht. An diesem Freitagabend um 22 Uhr hat nun das „Riverboat Berlin“ des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) seine Premiere unter Leitung des Moderatoren-Tausendsassas Kim Fisher und des Erfolgs-Autors Sebastian Fitzek. Fest steht: der RBB hat mit dem neuen „Riverboat“ große Pläne. Und nicht nur damit, denn Anfang 2022 soll es eine weitere Talk-Sendung geben.

„Ich erwarte, dass das ,Riverboat Berlin‘ als Gesellschaftstalk aus der Hauptstadt etwas diverser, bunter und mit Blick auf die Gäste etwas urbaner sein wird“, sagt Torsten Amarell, Leiter der so genannten Contentbox Gesellschaft, die aus den RBB Programmbereichen „Unterhaltung und Junge Formate“ gebildet wurde. Die Mischung aus Promi-Talk und Erzählgeschichten aus der Region soll auch in Berlin beibehalten werden, doch mit dem „Riverboat Berlin“ sollen zudem eigene Schlaglichter gesetzt werden. Zur Premiere werden als Gäste unter anderem Nilam Farooq, Jorge González und Clueso erwartet. Ebenfalls dabei: Katarina Witt, Mario Barth und Ingrid van Bergen.

[„Riverboat Berlin“, Freitag, 22 Uhr im RBB ]

„Wir wollen zeigen, dass wir aus einem urbaneren Raum kommen, ohne die tollen Geschichten zu vergessen, die das „Riverboat‘ ausmachen“, sagte Amarell dem Tagesspiegel. Für diese Erzählgeschichten hat sich der RBB unter anderem auf die Suche nach einer Frau wie der Protagonisten aus der erfolgreichen RBB Mini-Serie „Tina Mobil“ mit ihrer mobilen Verkaufsstelle für die ländliche Bevölkerung gemacht. Und wurde im Elbe-Elster-Kreis in Brandenburg fündig.

Franziska Giffey muss derzeit andere Gespräche führen

Als weiterer Gast wurde eine Krankenschwester einer Intensivstation eingeladen, die von ihrer Erfahrung mit der Corona-Pandemie erzählt und warum Krankenpflegerin trotz allem ihr Traumjob ist. Franziska Giffey, der politische Wunschgast für die Premiere, wird hingegen fehlen. Die SPD-Politikerin muss derzeit andere Gespräche führen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. „Sie gehört ins „Riverboat“, das ist doch völlig klar“, sagte Torsten Amarell.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Die Idee für eine Berliner Ausgabe des „Riverboat“ hatte Torsten Amarell bereits zu seiner Zeit als stellvertretender Hauptredaktionsleiter Unterhaltung beim MDR. Seine Überlegung: Die Struktur der Zuschauer und Zuschauerinnen der beiden Sender ist ähnlich. „Ich bin der tiefen Überzeugung, dass nicht jedes dritte Programm eine einzelne Talkshow am Freitagabend braucht.“ Mit dieser Idee für eine Kooperation von MDR und RBB kam er vor gut einem Jahr nach Berlin.

Torsten Amarell leitet beim RBB die so genannten Contentbox Gesellschaft. Die Idee für eine Berliner Ausgabe des "Riverboat" brachte er aus seiner Zeit beim MDR mit. Foto: RBB/Kirsten Nijhof Vergrößern
Torsten Amarell leitet beim RBB die so genannten Contentbox Gesellschaft. Die Idee für eine Berliner Ausgabe des "Riverboat" brachte er aus seiner Zeit beim MDR mit. © RBB/Kirsten Nijhof

Doch inwieweit kann das „Riverboat Berlin“ dabei helfen, ein jüngeres Zielpublikum zu erreichen? In erster Linie wird der Freitagstalk ein klassisch lineares Angebot sein. Zu Start der Berliner Ausgabe wird es einen eigenen Youtube-Channel geben – „mal sehen wie es sich entwickelt, so Amarell. Was das Duo Fisher/Fitzek angeht, ist sich Amarell jedenfalls sicher: „Für eine Doppelmoderation in einem Talk muss man extrem professionell sein und sich wirklich mögen. Die Beiden harmonieren einfach unfassbar gut.“

Der neue Daily-Talk heißt „Studio 3 – Live aus Babelsberg“

Doch mit dem „Riverboat“ enden die Talk-Pläne des RBB nicht. Im Januar wird ein Daily-Talk namens „Studio 3 – Live aus Babelsberg“ im RBB-Vorabend auf Sendung gehen. Die werktägliche Sendung wird live in Potsdam produziert. Die Moderatoren werden noch gesucht.

„Hier am Standort Potsdam-Babelsberg – dem Entstehungsort bedeutender Filmproduktionen – kommen Prominente und Menschen mit starken und positiven Geschichten aus Brandenburg und Berlin jeden Tag live zu Wort, um im RBB-Fernsehen spannende Einblicke in ihr Leben und ihr Werk zu geben“, erläuterte Amarell das Konzept des Daily-Talk, mit dem der RBB den Zuschauern auch zeigen will. „Wir sind live auf Sendung aus der Region für die Region.“

Der Erfolg des „Riverboat Berlin“ wird indes daran gemessen, ob damit im RBB-Fernsehen ein Einschaltimpuls im Publikum generiert wird. „Die Leute sollen merken, dass wir hier, aus der Mitte Berlins, eine eigene Talkshow produzieren, die wir auch im MDR ausstrahlen“, sagte Amarell zur Zielsetzung des Senders. Die Aufgabe: deutlich überm Senderschnitt landen.

Zur Startseite