Live aus „Studio 3“: Das neue Talkformat moderieren im Wechsel Janna Falkenstein (v.l.n.r.), Sabrina N’Diaye, Christian Matthée und Jaafar Abdul Karim. Foto: RBB/Ernst
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Neues RBB-Vorabendprogramm Zur Happy Hour nach Babelsberg

Zum Jahreswechsel bekommen Information, Service und Gespräche im RBB-Vorabend mehr Raum. Es darf auch gegendert werden.

„Der Vorabend ist die Primetime der Dritten Programme. Wenn es hier läuft, läuft es in der Regel auch überall sonst gut“, weiß RBB-Programmchef Jan Schulte-Kellinghaus. Am 3. Januar bekommt das Fernsehen des Rundfunk Berlin-Brandenburg ein komplett neues Vorabendprogramm mit mehr Information, Service und Live-Talk und einem weitgehend neuen und diverseren Moderationsteam.  Ein neues zweigeteiltes Studio in Babelsberg wurde dafür vom Schweizer Setdesigner Rico Chiari entworfen.

Auf eine Viertelstunde Nachrichten um 18 Uhr folgt mit „schön + gut“ künftig eine 30-minütige Ratgebersendung mit wechselnden Themen – von Verbrauchertipps und Tieren über Gesundheit bis hin zu Garten und Balkon sowie Wochenend- und Ausflugstipps für Berlin und Brandenburg. In der ersten Woche präsentiert Jule Jank die Ratgeberstrecke. Zum Moderationsteam gehören außerdem Jaele Vanuls und Uri Zahavi.

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Um 18 Uhr 45 folgt das Talkformat „Studio 3 – Live aus Babelsberg“. Janna Falkenstein moderiert im wöchentlichen Wechsel mit Christian Matthée, Sabrina N'Diaye und Jaafar Abdul Karim, der von der Deutschen Welle zum RBB gekommen ist. „Ich habe Herzklopfen, obwohl ich schon Tausend Mal moderiert habe“, sagt er  und freut sich „auf die ZuschauerInnen in Berlin und Brandenburg“.

Es darf gegendert werden. Eine einheitliche Linie oder RBB-weite Vorgabe gibt es in dieser Frage aber ebenso wenig wie eine „Sprach-Polizei“, betont Schulte-Kellinghaus. Karims Talk-Kollegin Sabrina N’Diaye schreibt zwar auch mit Gender-Doppelpunkt, im Gespräch verzichtet sie aber aufs Gendern, weil „mir das sprachlich nicht so gefällt“.

Von Verbraucherthemen bis Wochenend-Tipps: das neue Serviceangebot "schön + gut" wird von Uri Zahavi, Jaele Vanuls und Jule Jank (v.l.n.r.) moderiert. Foto: RBB/Thomas Ernst Vergrößern
Von Verbraucherthemen bis Wochenend-Tipps: das neue Serviceangebot "schön + gut" wird von Uri Zahavi, Jaele Vanuls und Jule Jank (v.l.n.r.) moderiert. © RBB/Thomas Ernst

Zu den Gästen in „Studio 3“ gehören im Januar Martin Rütter, Viktoria und Heiner Lauterbach, Jam-Skaterin Oumi Janta, Andreas Knieriem, Reinald Grebe, Raúl Krauthausen, Bas Kast, Caroline Peters, Anja Kling, Rebecca Immanuel.

Ein neuer RBB-Vorabend ist nicht zuletzt aus Quotensicht unverzichtbar. Das RBB-Fernsehen ist – wie berichtet – in diesem Jahr wieder auf den letzten Platz hinter den Hessischen Rundfunk gerutscht. „Der RBB ist erfolgreicher geworden, die anderen Dritten aber auch. Sie sind in ihren Sendegebieten noch einen Ticken erfolgreicher“, versucht RBB-Programmchef Schulte-Kellinghaus der Statistik noch etwas Gutes abzugewinnen. Sein Credo: „Das Schöne am Fernsehen ist: Man hat jeden Tag eine neue Chance und kann jeden Tag noch etwas besser werden. Darum freue ich mich über den Neustart des Vorabends.“

Der Anspruch: "Jeden Tag noch etwas besser werden"

Eine Revolution steht freilich nicht an: „schön + gut“ ist ebenso eine Ratgeber-Sendung wie der „Super.Markt“ und mit der Mischung aus prominenten Gästen und spannenden Gästen aus der Region greift das neue Talkformat „Studio 3“ Elemente des „Riverboat“ auf. „Die Parallelen treffen zu“, räumt Schulte-Kellinghaus ein, „aber wir wollen gerade diese Gesprächsangebote im RBB ausbauen.“ Neu sei zudem die bessere crossmediale Koordinierung der verschiedenen Angebote.

Dabei spielt auch der Zwang zum Sparen eine Rolle. Torsten Amarell, Leiter der Contentbox Gesellschaft, ist mit Blick auf das Einsparziel optimistisch. Es werde mit weniger Leuten und auch sonst kostengünstiger produziert. Stichwort Synergien: die crossmediale Talk- und Gästeredaktion bestückt mit einer zentralen Gästebuchung nicht nur den Vorabend, sondern auch Sendungen wie „Knapp daneben“, „Hallo Brandenburg“ und „100 Prozent Promi“ auf 88,8. Auch der Service wird zentral geplant, sowohl fürs Radio, das Fernsehen und Digitalformate wie Instagram oder TikTok.

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