Arsène Lupin ist das große Vorbild für Assane Diop (Omar Sy, rechts). Die Faszination für die Romanfigur von Maurice Leblanc hat er an seinen Sohn Raoul (Etan Simon) weitergeben. Als Assane in Raouls Alter war, verlor er seinen Vater – weil dieser für ein Verbrechen bestraft wurde, das er nicht begangen hat. Foto: Emmanuel Guimier/Netflix
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Mehr als der Rundfunkbeitrag Netflix verteuert das Abo

Das Premium-Paket kostet künftig 17,99 Euro. Damit zahlen Netflix-Kunden dann für einen Dienst mehr als für alle öffentlich-rechtlichen Sender zusammen.

86 Cent mehr für den Rundfunkbeitrag waren für die CDU in Sachsen-Anhalt eine derart grenzenlose Preiserhöhung, dass der Magdeburger Landtag die Ratifizierung des neuen Rundfunkstaatsvertrages zum Jahresanfang vor gut einem Monat platzen ließ. Dabei wäre dies die erste Beitragsanpassung seit 2009 gewesen. Netflix ist da weniger zimperlich, obwohl die Preise bereits im August 2020 angehoben wurden.

Im Laufe der nächsten Monate will der US-Streamingdienst die Preise für zwei von drei Abomodellen in Deutschland deutlich stärker erhöhen. Der Preise für das teuerste Abonnement soll gar um zwei Euro auf 17,99 Euro steigen. Damit müssen die Kunden von Netflix dann für einen Dienst mehr zahlen als derzeit für alle öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender zusammen.

In den USA hatte Netflix die Abo-Preiserhöhung bereits Ende Oktober angekündigt.

Stabil bleibt nur der Basis-Tarif mit SD-Auflösung

Wie Netflix am Donnerstag bekannt gab, bleibt nur der Basis-Tarif (SD-Auflösung, maximal ein Gerät) mit 7,99 Euro stabil. Der Preise für den Standardtarif (HD, zwei Geräte) steigt um einen auf 12,99 Euro. Wer mit Ultra-HD, HDR, Dolby-Atmos und bis zu vier Geräten Netflix nutzen will, zahlt mit 17,99 Euro zwei Euro mehr im Monat. Netflix begründet den Schritt mit den Investitionen nicht zuletzt in deutsche Produktionen. Diese sollen auch 2021 ausgebaut werden.

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Bislang gelten die neuen Tarife nur für Neukunden, und zwar seit Donnerstag. Bestandskunden genießen etwas Schonzeit. Für sie treten die neuen Preise „im Laufe der nächsten Monate“ in Kraft. Netflix will mindestens 30 Tage zuvor auf die Änderung hinweisen. Bislang hat es eine solche Ankündigung nicht gegeben.

Ob andere Streaminganbieter dem Vorbild von Netflix folgen, lässt sich nicht sagen. Die Dienste lassens ich ungern in die Karten schauen. Der Sportsender Dazn äußert sich zu möglichen Preiserhöhungen vage: „Dazn ist immer bestrebt, den Fans das bestmögliche Angebot zu einem fairen Preis zu bieten. Das gehört zu unserer DNA und wird sich auch nicht ändern“, teilte Dazn mit.

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