"Selbst ist der Mann" ist die monatliche Zeitschrift, die von deutschen Readly-Nutzern 2019 am meisten abgerufen wurde. Screenshot: Tsp
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Magazin-Flatrate Readly Deutsche Leser lieben Do-It-Yourself

Gleich zwei Do-It-Yourself-Zeitschriften belegen Spitzenplätze in der Magazin-Flatrate Readly. Was die Deutschen sonst noch an Lektüre bevorzugen.

Die Deutschen sind ein Do-It-Yourself-Volk. Das gilt auch für die Leser von Zeitschriften. Das monatliche Magazin mit den meisten Abrufen bei der Magazinflatrate Readly war im vergangenen Jahr „Selbst ist der Mann“, gefolgt von „selbermachen“. Und auch bei den sonstigen monatlichen Titeln lagen Nutzwert-Zeitschriften im vorderen Bereich, während bei den wöchentlichen Titeln auffallend viele Zeitschriften des Springer-Verlages wie „Auto Bild“ oder „Computer Bild“ in den Top 10 landeten. Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten Readly-Report 2019 hervor.

Insgesamt stehen über die Magazin-Flatrate des aus Schweden stammenden Anbieters 5000 Titel zur Verfügung, 2000 mehr als im Jahr davor. Bei 1000 handelt es sich um deutsche Titel. Die deutschen Abonnenten von Readly luden 2019 insgesamt 37 Millionen Zeitschriften-Ausgaben auf ihre Smartphones, Tablets oder Computer. Das entspricht einem Wachstum von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat Deutschland seine Spitzenposition bei der Zeitschriftennutzung in 2019 behauptet, vor Schweden, dem Vereinigten Königreich und Österreich.

Maria Hedengren ist seit April 2019 CEO der aus Schweden stammenden Magazin-Flatrate Readly. Foto: Readly Vergrößern
Maria Hedengren ist seit April 2019 CEO der aus Schweden stammenden Magazin-Flatrate Readly. © Readly

„Zusammengenommen machten 2019 die Märkte in Deutschland, Schweden und Großbritannien 88 Prozent unserer Gesamtleserschaft aus“, sagte Readly-Chefin Maria Hedengren. Auch die Abonnentenzahl legte zu, teilte Readly mit – allerdings ohne Angabe von konkreten Zahlen. Das große Wachstum habe "uns einen Platz in den Financial Times Top 200 der am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas gesichert", sagte Jan-Sebastian Blender, Content Lead für die Regionen Deutschland, Österreich und Schweiz sowie Italien und Niederlande, dem Tagesspiegel.

Investition in weiteres Wachstum als Ziel

Im Durchschnitt lasen die deutschen Readly-Abonnenten dabei 21 Minuten am Stück beziehungsweise sieben Stunden im Monat. Im internationalen Vergleich entspricht das jedoch nur Platz sieben. Vorne liegen Österreich, Irland und Großbritannien. Bei den Kategorien liegen Do-It-Yourself-Magazine aus dem Bereich „Haus & Garten“ übrigens nicht vorn. Hier dominieren People-Magazine das Ranking.

Und wie wird sich der Abo-Preis angesichts der steigenden Titelzahlen entwickeln? "Im Moment sind 9,99 Euro für den Zugriff auf knapp 5000 Titel in Deutschland für uns der richtige Preis, allerdings können wir uns auch eine Änderung des Preises vorstellen", sagte dazu Jan-Sebastian Blender. Wobei es das vorrangige Ziel von Readly sei, in das Wachstum der Kernmärkte und die weitere Expansion zu investieren. "Profitabilität steht daher bei uns noch nicht im Fokus. Dafür haben wir die volle Unterstützung unseres Boards und unserer Investoren."

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