Die Formel E hat - wie auf diesem Bild vom 25. Mai 2019 - auch in Berlin Station gemacht. Von 2021 an überträgt Sat1 die Rennserie im Free-TV. Foto: Britta Pedersen/dpa
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Formel E statt Formel 1 Sat1 holt Elektrorenner ins Free-TV

Ab 2021 findet die Formel 1 nur noch im Pay-TV statt. Weniger laut, aber ebenso leistungsfähig sind Formel-E-Renner, die bald bei Sat1 laufen.

An die andere Geräuschkulisse der surrenden Motoren müssen sich die Rennsportfans vermutlich erst gewöhnen, wenn von Januar 2021 die Formel E bei Sat1 ins Free-TV kommt. Angesichts der Leistungswerte der Elektrorenner können jedoch auch die Fans der lautstarken Formel 1in Versuchung kommen, zumal die mit Benzin angetriebene Königsklasse des Motorsports vom kommenden Jahr an nur noch im Pay-TV, und nicht mehr bei RTL zu sehen sein wird. Doch Spannung braucht nicht zwangsläufig Lautstärke: Mit 340 PS je Fahrzeug, Spitzengeschwindigkeiten von 280 Stundenkilometern auf den Innenstadtkursen werden sich 24 Formel-E-Fahrer in 14 Rennen der Abb Fia Formel E Championship messen.

Die Mediengruppe ProSiebenSat1 will sich langfristig in der noch jungen Motorsportklasse engagieren. 7Sports, die Sportbusiness-Unit von ProSiebenSat1, und die Formel E haben zu den Übertragungsrechten eine langfristige Vereinbarung geschlossen, teilte der Senderverbund mit.

„Ein absolutes Zukunftsthema“

Für Stefan Zant, Geschäftsführer bei 7Sports, ist die E-Mobilität „ein absolutes Zukunftsthema“ und bestes Beispiel dafür, zukunftsfähige Themen langfristig aufzubauen. „Wir haben viele Konzepte, wie wir Nachhaltigkeit und E-Mobilität über den reinen Rennsport hinaus darstellen und transportieren wollen“, sagte er. Die Zeit ist seiner Ansicht nach aber auch reif mit Blick auf die Werbeerlöse: „Die Medialisierung der Formel E auf allen Plattformen ist besonders für Werbepartner interessant, die in einem nachhaltigen Umfeld aktiv werden wollen.“

Vom kommenden Jahr an wird die Formel E eine eine offizielle FIA Weltmeisterschaft sein. Aarti Dabas, Chief Media Officer der Formel E, erhofft sich von der Partnerschaft mit ProSiebenSat1, ein möglichst breites deutsches Publikum zu erreichen. „Deutschland ist ein wichtiger Markt für die Formel E, unsere Teams, Hersteller und Partner“, sagt er.

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